jevi, 21. Tonkovi( Anton), 22. Prossenitjevi, 23. Paukowitjevi, 24. Kratcovi,25. Butcitjevi( Kürbiskern), 26. Ambrosovi, 27. Jelenovi( Hirsch), 28. Lovra-covi( Lorenz), 29. Jistinovi( jisty=: wahr), 30. Kraljevi( König), 31. Tutit-jevi( Maulweh), 32. Kaucsjevi, 33. Nikowitjevi, 34. Ancinovi( AnicaAnna), 35. Magdinovi( Magdica Magdalena), 37. Jurglovi, 38. Kalicjevi( kalac= Weber), 39. Hollerovi, 40. Storitjevi, 41. Pekovitjevi, 42. Schmid-Jovi, 43. Franzlkini, 44. Hofnarovi, 45. Beninovi, 46. Turmrovi, 47. Hokovi,48. Wenkovi, 49. Venkini, 55. Jagini, 56. Pallesitjevi, 57. Franitjevi, 62. Vu-kovi( Wolf), 63. Strina( Muhme), 65. Greislerovi, 68. Galiwodovi( Trüb-wasser), 69. Tutschkovi, 70. Doli kralivi, 78. Jagrovi( Jägerhaus), Pekarovi( Bäcker), 84. Schwandinovi, 85. Urbanovi, 88. Turnarovi.
3. Erzählgut
a) Sagen und Legenden
Ende des vorigen Jahrhunderts schon hat Hans Schukowitz ein-undfünfzig Sagen aus der Marchgegend gesammelt 53). Weiters haben EdgarWeyrich54), Gustav Calliano 55), Anton Mailly 56), Anton Schul-tes 57) und Karl Wiesinger 58) heimatliche Sagen und Legenden gesam-melt und veröffentlicht. Sie wurden mit vierundvierzig unveröffentlichten, vonder Lehrerschaft gesammelten Sagen von Hans Hörler 59) zu einem buntenStrauß gebunden. Sie überraschen vielfach durch Schönheit und Eigenart,ob sie vonarmen Seelen und Feuermanndeln erzählen, von Geistern,Dämonen, Teufeln, Hexen und Zauberern, von Weissagungen, Drachen undSchätzen, ob geschichtliche Erinnerungen sich romantisch ins Kleid der Sagehüllen oder an Bildstock und Wegkreuz fromm- andächtig haften. EinigeSagen, die auf unser Thema Bezug haben, seien dem genannten Büchleinentlehnt 60).
Herrgottsgroschen
Die kroatischen Bewohner des mittleren Marchfeldes bezeichnenGeldstücke, die in den Erdställen gefunden werden, als Herrgotts-groschen.-In den harten Zeiten der Feindesnot flüchtete sich ein frommerSeelenhirt mit seinen Pfarrkindern in einen tiefen Erdstall. Sie blieben damonatelang versteckt, bis ihnen alle Lebensmittel ausgingen. Da entschloßsich der Pfarrer, Brot zu besorgen. Vorsichtig stieg er aus dem Versteckempor. Doch der Ackergrund lag brach, die Behausungen der Menschenstanden leer. Er wanderte kreuz und quer, bis er ermattet zu einer Mühlekam, deren Räder klapperten.„, Gebt mir um Christi willen Brot für meinehungernde Gemeinde!" bat er den Müller und schüttete ihm sein ganzesGeld in die Schürze. Der Müller ließ die Münzen in ein Mehlmaẞ gleitenund erwiderte kalt:„, Seht, das wiegt in der schweren Zeit weniger als eingleiches Maß Mehl. Bringt mir noch fünfmal so viel und ich will Euch geben,was gerecht ist." Traurig ob der harten Rede kehrte der Priester zu denSeinen zurück. Jeder suchte nach seinen letzten Spargroschen, aber es langtenicht. Nun fielen sie in ihrer Not auf die Knie und beteten inbrünstig zuGott um Rat und Hilfe. Und siehe da! Da glitzerte und klirrte es in denGängen und Erdkammern, und die Tauperlen an den Löẞwänden verwandel-ten sich vor ihren Augen in goldene Münzen. Alle lobten den Herrn obdieses Wunders, und nun hatten sie Brot, daß sie sich sattessen konnten.( Nr. 50, Marchfeld.)
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