Erinnerung an die hier im 11. Jahrhundert angesiedelten Szekler ist. Über-setzungen sind Apfelsbach, Kuchel, Schützen( Erinnerung an hier ange-siedelte mongolische Schützen), Schoßberg. Eine habanische Umbildung vonKuklov ist Kugelhof. Stampfen kann auf Stampfach( Eindeutschung ma. ain ach) oder auf althochdeutsch Stampfaha zurückgehen 32). Weitere ur-sprünglich deutsche Ortsnamen sind Marienthal, Ballenstein, Lossarn, Rohr-bach, Schandorf, alle am Fuß der kleinen Karpaten gelegen, ferner Unger-aiden( ungarische Siedlung), Dimburg 33), Kiripolz 34) und Egbell links derMarch 35). Auf der Landkarte M. Vischers vom Jahre 1672 sind alle Orte linksder March deutsch eingetragen, auch der ,, Brüderhof" bei St. Johann. 40 Orts-namen auf-dorf entsprechen der besonderen Bildungsweise des anschließen-den niederösterreichischen Gebietes. Die oft romantischen Namen der Meier-höfe tragen meist den aus dem Deutschen stammenden Namen ihrer jüdi-schen Besitzer oder deren Frauen( Henriettenhof, Georginenhof, Adamshof,Heinrichshof, Nandinenhof usw.).
Spottnamen
Der Witz der Grenzbevölkerung zeigt sich auch in den Beinamen, dieBewohner bestimmter Orte nach ihren auffallenden Eigenschaften oderbesonderen Ereignissen von ihren Nachbarn erhalten haben. So heißenz. B. die Gänserndorfer„ Judenhänger", die Schönkirchner„ Ladendehner“,die Witzelsdorfer„ Jodlhänger", die Angerer„ Morischwatzer", die Eben-thaler ,, Holzböck", die Stillfrieder„ Gstettenreiter", die Drösinger„ Finster-lümmeln", die Hohenauer nennen die Rabensburger„ Bubelani" usw.
c) FlurnamenÄltester Bestand
Auch die Flurnamen spiegeln die Gemischtsprachigkeit des Grenzlandes.Die slawischen Flurnamen sind aber bedeutend jünger; mit Ausnahme deserwähnten„, motzidala"( 1067) stammt keiner aus dem Mittelalter. Sie sindeben Neuprägungen der auf öder Statt angesiedelten Kroaten oder Slowa-ken oder teils Übersetzungen, teils Entlehnungen deutscher Flurbezeichnun-gen 36).
Die Fluẞnamen gehören in unserer Gegend zum ältesten Sprachgut.Der indogermanische Name der March( verwandt mit lat. mare, von denRömern als marus überliefert) bedeutet Sumpf und wurde durch die Endungahwa( Flu) erweitert, in welcher Form Marahwa er zuerst 1002 in derSchenkungsurkunde Kaiser Heinrichs II. an Markgraf Heinrich aufgezeich-net ist. In dieser Form lernten ihn die Slawen kennen, woraus vor 800 dieslawische Bezeichnung des Flusses„ morawa" entstand, da nur vor 800 imSlawischen der Übergang von a zu o möglich war 37). Das Nebeneinanderbeider Namen, Maraha und Morawa, setzt auch das Nebeneinanderwohnenbeider Völker vor 800 voraus, und da sich beide Formen bis heute erhaltenhaben, ist auch in der Berührung der Völker keine Unterbrechung ein-getreten; ein weiterer Beweis, daß auch während der Herrschaft der Mährerund Ungarn die Deutschen an der March saßen 38).
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Das illyrische Zaya Saibach( verwandt mit griech. teko, slaw. teci: fließen) verdankt sein Z der hochdeutschen Lautverschiebung um 600, einzweiter Beweis für die Kontinuität der deutschen Siedlungen, wie auch der
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