vom Apfel), frnak( Nase), fenka( Taschenfeitel), flecit( eine Vorrichtung ausKletten zum Stieglitzfangen). Ein häufig gebrauchter Ausdruck ist noch,, darbische" für erwischen.
Bei der Untersuchung der Umgangssprache der Marchanrainer fällteinem auf, daß sich im Deutschen wie im Slowakischen auch Fremdlingejüdischer Herkunft herumtreiben. Es sind vornehmlich Leute, die mit Judennäheren Umgang hatten, z. B. im Wirtshaus oder Kaffeehaus mit ihnenKarten oder Billard spielten, die diese Worte verwenden, aber auch sonstsind gewisse Ausdrücke gangbar:„ Es geht den, Bocher'( Dummkopf) oder, Chamer( Blödian) und seine Schikse'( Mädchen) oder, Kale( Frau) einen, Tineff( Schmarrn) an, wenn ich nach anderer, Ezes'( Tips) handle und keinen, Rebach( Gewinn) habe" oder„, wenn er, nebbilch( unglaubhaft) einen, Schmattes( Profit) hat, gibts einen, Dales'( nichts) und der, Goi'( Christ)macht, pleite( geht zugrunde).“„ Der, Ganef( Spitzbub) läßt sich nicht leicht, beschummeln( betrügen)" oder„ Ich bin doch nix, meschugge( verrückt), dafich dieser, schmafuen'( gemeinen), Mischboche'( Gesellschaft) den, Toches'( Hintern) zeige, sie sind lauter, Schnorrer'( Geizhälse)."
2. Namengut
a) Personennamen
Die Entstehung von Tauf- und Familiennamen im GrenzlandDie Nachbarschaft zweier Völker muß auch in der Namensgebungihren Niederschlag finden. Wenn auch die Personennamen heutzutagekein Merkmal der nationalen Zugehörigkeit mehr sind, lassen sie docheinen Schluß auf diese Zugehörigkeit in früherer Zeit und auf die Her-kunft zu. Da sich in unserer Gegend die Familiennamen erst im 14. und15. Jahrhundert herausgebildet haben, finden wir in den Urkunden frühererZeit nur Taufnamen, und die sind in der Marchgegend durchwegs deutsch,denn schriftliche Urkunden tauchen erst mit der deutschen Wiederbesied-lung im 11. Jahrhundert auf. Es sind Namen wie Thiemo, Bruno, Ludolf,Udalrich, Kuno, Leopold, Hermann, Starhand, Konrad, Otto, Ulrich, Rüdiger,Wichard, Albert, Wernhard, Leuthold, Albrecht, Ernst, Herbert, Ludwig,Elsbeth, Katharina, Sophie, Mathilde, Judith, Uta, Irmgard u. a.; diese alt-deutschen Rufnamen bilden später einen beträchtlichen Teil der Familien-namen wie z. B.: Weigand, Thiem, Ullram, Prewein, Rickl, Markart, Popp,Arthold, Kindl( Konrad), Döltl( Leuthold) Mandl( Meinhard), Hartl( Bern-hard), Epp u. a. Eine zweite Gruppe von Familiennamen entstand aus derBezeichnung des Handwerks: Schmid, Panzer, Wagner, Schneider, Leitgeb( Wirt) u. a.
Auch eine dritte Gruppe verrät die Herkunft. In das vom Krieg so oftverwüstete Land an der March kamen schon im Mittelalter fremde Ein-wanderer, alle Völkerstämme von nah und fern sind in Namen ver-treten: Bayer, Schwab, Frank, Heß, Kölner, Mähr, Böhm, Schlesinger, Kar-ner, Windisch, Römer, Unger, Türk, Rois, Sipper( Zips), Scharmitzer( Schem-nitz), Pribitzer( Pribitz), u. a. Nur der Name„ Slowak" taucht nicht auf.Die Slowaken waren damals noch fern der March und drangen erst nach1500 in das von den Deutschen entblößte Land ein.
Die ersten Familiennamen in unserer Gegend sind im Liechtenstein'schenUrbar 1414 festgehalten. Sie sind noch durchwegs deutsch. Davon haben
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