Hohenau wieder zum simplen Reichl. Aus dem Hainthaller( 1644) wird einHanifthaller( 1663) und später ein Heythaler; Baldramb verwandelte sich in:Paltrumb, Paltram und Baltron; Gaubofsky Glubofsky
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Slawisch; Schlawackh Schlobokh= Slobak=
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Hlubofsky;Slowak; Stakal
SlobischSakul. Daß auch Vornamen slawisiert wurden, haben wir oben bereitserwähnt.
Beinamen
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Bei der starken Vermehrung mancher slawischer Familien gab es inden Orten viele Träger gleichen Namens, die man durch Beinamen aus-einanderhielt. Dieser Vorgang vollzog sich nach ähnlichen Gesetzen, wie dieEntstehung der Familiennamen vor 5-600 Jahren, also nach der Abstam-mung, nach bestimmten Eigenschaften, nach dem Wohnsitz, der Herkunftund dem Beruf. Dabei äußerte sich auch der Witz der Grenzer. So gabes in Eisgrub z. B. drei Matzka, die zufällig alle Johann hießen, Zimmer-leute waren und stotterten. Der eine hieß nun Matzka- Stemm- Stemm, derzweite Matzka- Hock- Hock und der dritte Matzka- Taschka( nach seiner Vor-liebe für diese Mehlspeise). Interessanterweise blieb der Beiname den Nach-kommen, obwohl ihre Lebensverhältnisse ganz andere waren. In Hohenauwar man frühzeitig gezwungen, den vielen Gaida unterscheidende Beinamenzu geben: Chlamur( Vielfraẞ), Čiringl(?), Dvapa(?), Talka(?), Zwargla( Zwergl?), Bičenka( er hatte lauter Mädchen), Očko( Auge), Spitzl(?),Gescho( Gascho?), Schaffar( Schaffer), Riese. Ebenso die zahlreichen Tut-schek: Tchor( Iltis), Krawall( nach seinem Wesen), Turek( Türke), Grefa( Leichse), Haismeister, Jež( Igel), Hochstetter, Džomr. Ferner Benedik: Hol-awossa( Hol Wasser!), Uzvonka( Eisenbahner mit der Glocke, der früherdie baldige Abfahrt eines Zuges ankündigte), Blchan( der Blonde), Piroha( nach einer tascherlähnlichen Mehlspeise), Rotschild( nach seinem Reichtum),Dlagon( Dragoner, konnte das r nicht aussprechen), Flineter(?), Belitschek( Butterfaß), Čišmar( nach den Stiefeln). Zu Swatschina traten Beinamen wieAllianz( Versicherungsvertreter, Alliance), Putnik( Wallfahrer, war Vor-beter bei den Wallfahrten), Loločka(?), Vize( Vizebürgermeister), Komar( Gelse); ebenso hatten die Tschapka und Holy verschiedene Beinamen; dieBuchta schied man in deutsche und böhmische Buchta, ebenso die Peiritsch.
b) Ortsnamen
Slawische Ortsbezeichnungen rechts der March
Auch die Ortsnamen erzählen uns vom Zusammenleben beider Völkeran der March. Fr. J. Beranek 26) hat sich die Mühe genommen, die Orts-namen im Hinblick auf ihre sprachliche Herkunft zu untersuchen und fest-zustellen, wie sie im slawischen Munde lauten. Den Höhepunkt erreicht dieslawische Namensgebung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, alsdas veränderte Wirtschaftsleben( Zuckerindustrie) große slawische Bevöl-kerungsgruppen ins Land brachte. Slawische Bezeichnungen unserer March-orte tauchen sogar im tschechischen Schrifttum auf, freilich sind es meistbewußte Neuerfindungen, die nicht hierher gehören. In einer Breite von20 km rechts der March hat Beranek 27) für 128 Orte slowakische oderkroatische Namen festgestellt, die allerdings z. T. nicht mehr im Gebrauchoder im stetigen Absterben begriffen sind.
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