eine fortdauernde Verkümmerung der Umgangssprache zur Folge habenwird, besonders da die Leute nicht aus nationaler Überzeugung, sondernmehr aus Gewohnheit ihre Muttersprache pflegen. So hörte man infolgenationalsozialistischen Einflusses in den ersten Jahren nach 1938 an derGrenze sehr wenig slowakisch sprechen, der Gebrauch nahm nach dem Zu-sammenbruch als eine Art Reaktion wieder zu und erst nach einigen Jahrenwieder ab.
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b) Slowakische Wörter in der deutschen UmgangspracheBedeutend geringer sind aus erwähnten Gründen die im Deutschenverwendeten Lehn- und Gebrauchswörter. Sie betreffen bezeichnender-weise das Gebiet der Küche, also Speisen, z. B. Buchtel( Mehlspeise mitInhalt von Powidl, Topfen usw., von bukat= backen), Bukanze( Mehlspeise,Stücke mit Honig und Mohn), Kolatschen( kolo Rad), Loksche( Erdäpfel-flecken auf der Herdplatte gebacken), Slische( Erdäpfelnudeln), slíže( Schopp-nudeln), Resance( geschnittene Nudeln mit Gries oder Mohn), rezat( schnei-den), Dvojnatschky( doppelter Essenträger aus Ton, Zweiträger), Zabuk( Wasserkrug, auch Blutzer genannt); ferner Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum und Spiel wie:Karabatsch( geflochtene Osterrute, aus dem magyarischen„ Korbacs", dasnach Weigl auf das kroatische„ Kurac"= penis zurückgeht), Brany( Back-werk, das bei Hochzeiten unter die Leute auf die Gasse geworfen wird),brat( nehmen, empfangen), Odomasch( Draufgeld, Trinkgeld, Kuppelpelznach beendeter Arbeit oder Kaufvermittlung), haldamasch( aus dem Unga-rischen ins Slowakische und von dort ins Deutsche gedrungen), Klakanica( Glockenhexe), zahumní gehen( hintaus gehen, in übertragener Bedeutung,, heimliche Wege gehen"), záhumno( Hinterhof), Kobrdenetz( Purzelbaum,darin steckt prdel: der Hintere), Bretschka( dünner Kotbrei), brečka( Maische), Kopanetz( Fußtritt), kopat( stoßen), Titschkerln( Kinderspiel,Schlagen eines in eine Rinne gestellten, an beiden Enden zugespitztenHolzes), Pjetschek( Kinderspiel, Schlagen eines stoppelförmigen, auf einenStein gestellten Holzes, pěček= der kleine Peter), Motschka( dicker Saft,z. B. im Pfeifenkopf:„ er motschkert" raucht eine stinkende Pfeife),močka( Saft), Bubenz( etwas Dickes, Aufgeblasenes), buben( Trommel),nalepschi, er geht nalepschi( geht dorthin, wo es ihm besser gefällt); weiters:finden wir als Rückentlehnung: Robot( Arbeit im Sinne von Schinderei),Drab( Aufseher), dráb( Büttel, auch eine Rückentlehnung aus mhd. trabantKrieger zu Fuß), Koschuch( Schafpelz[ kožuch]), Halíni( halina= Mantel);Morawka( Alte March), Strager( straka, die Elster). Ich fand in den Zwan-zigerjahren in Waidendorf, daß die Kinder die Elstern nur unter demNamen„ Straga" kannten, und kam darauf, daß sie diesen Ausdruck vonden slowakischen Dienstleuten übernommen hatten, die den Vogel mehrbeachteten.
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c) Andere Eigenheiten der Grenzersprache
Am Rande des bairisch- österreichischen Sprachraumes gelegen, weistdie deutsche Umgangssprache natürlich dessen Hauptzüge auf, was sich z. B.in den in sprachlicher Hinsicht besonders beharrsamen Bezeichnungendes häuslichen Lebens zeigt: Hefen, Weidling, Sprudler, Simperl, Germ,Kipfel, Zuckerl, Kerzl, Paradeiser, Fisolen, Ribisel, Beuschel, Grammeln,Jause, Duchent, Spenadl, Schnalle, Speis, Schwammerl, Dippel, Wimmerl ,,
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