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aus einem kräftigen, ausgeschmiedeten und gestählten Eisenblech und ist der einzigeeiserne arbeitende Bestandteil unseres Gerätes. Nach Zuschnitt und Machart unterschei-det sie sich sehr deutlich vom sogenannten„ Wagensun"( wånsn) der Beetpflüge Kärn-tens, aber auch von der etwas kleineren Halbschar jüngerer„ Doppelpflüge"( Winkel-dreh- Kehrpflüge), wie beispielsweise ein Scharfund aus 1956 beim vulgo Perfler Nr. 23in St. Oswald zeigt, von dem Abbildung 10, Fig. A, einen typischen Arling, Fig. Bdie Halbschar eines Doppelpfluges in maßstäblicher Auftragung wiedergibt.
Allen Scharen vom Arling- Typus ist gemeinsam, daß sie verhältnismäßig gestreckteAchsel- Schare sind, deren Länge fast immer die Achselbreite übertrifft. Bei ihrer Her-stellung wird das rohe Arlingblech durch den Schmied vom„ Rücken" in der hinterenMitte weg zu den beiden Schneiden hin ausgeschmiedet und über dem Amboẞdornim gleichen Sinne, d. h. von hinten nach vorne abnehmend, aufgewölbt. Dann schnei-det man 6-8 cm über der Basis den Rohling beiderseits etwa 4-6 cm tief ein undschlägt das kürzere Ende beider Seiten zu einer mehr oder minder offenen Tülle um.Man findet sowohl„ ungerändelte", seltener solche Scharen, deren Basis zur Verstär-kung der späteren Tülle und des„ Rückens" vorher mehrere Zentimeter breit umge-schlagen und durch diese Rändelung verstärkt wird. Schon beim Ausschmieden desRohlings erhalten diese Arlinge in der Regel an der Oberseite des Rückens einen fal-tenartigen, gut erkennbaren Längsgrat; die leicht geschwungen zugeschnittenen Längs-seiten werden geschärft. Sind diese durch den Gebrauch abgenutzt, schartig und ungleichgeworden, so hat man sie beim Schmied vielfach neu„ belegt“ und geschärft, so daß ihrSchneidenflansch deutlicher abgesetzt hervortritt( vgl. Abb. 3). Die Gesamtlänge dieserArlinge beträgt im allgemeinen 26 bis 39 cm, die Achselbreite bleibt meist um etwa dieLänge des Tüllenhalses unter dieser Maßzahl oder verhält sich zur Gesamtlänge wie2: 3; die Spitze ist immer deutlich ausgeprägt.
Der Arling wird mit seiner Tülle wie ein umgekehrter Schuh auf das dafür zuge-richtete Vorderholz der beiden Streichfedern aufgeschoben und hält diese zugleich festzusammen. Allenfalls verkeilt man die Tülle unterseitig, damit die Schar fest sitztund genau die Pflugrichtung hält, zu deren Kontrolle u. a. der Längsgrat auf demArlingrücken dient. Wird die Arl längere Zeit nicht verwendet und im Trockenen, etwaauf dem Dachboden gelagert, so schwindet das Holz des Gerippes, und der Arlingfällt leicht ab. Das erinnert uns an einen häufigen Umstand und an die verbreitete bäu-erliche Praxis, nach der man den Arling überhaupt als separaten, abnehmbaren Bestand-teil der Arl betrachtet und nach Bedarf an den Geräten austauscht. Andererseits ver-langte die Pflugarbeit mit der Arl einen genau auf die Pflugrichtung eingestellten Sitzdes Arlings am Pflughaupt, den man vielfach mit Schnur oder Riemen vom Sohlenendezur Achsel der Schar einzumessen suchte 130.
5. Die Sohle
Zu e) Die Sohle( sohln, ferschn) der Arln des Nockgebietes ist im Durchschnittetwa 110 cm lang mit einem Querschnitt von 8 × 10 bis 10 × 12 cm. Sie besteht auseinem geraden vierkantigen Eschen-, Birken- oder Erlenholz, dessen freies Hinterendean der Unterseite mit einer kurzen Eisenschiene beschlagen ist( Abb. 11, Fig. 7) und in
130 Über dieses Verfahren berichtete mir noch im Jahre 1979 der 80jährige Bergbauervulgo Parz in Weißenberg, Gemeinde Ettendorf, unteres Lavanttal; er verwendete dabei meistdie Schnur der„ Goaßl"( Peitsche). Einer der besten Gewährsleute zur Arbeit mit der Arl imNockgebiet, der 82jährige Altbauer beim vulgo Weger in Unter- Wöllan Nr. 5, kennt auf meineBefragung dieses Verfahren nicht, betont jedoch, man habe sich dabei nach dem Augenmaß undnach Rippe und Spitze des Arlings gerichtet.