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Masken in Mitteleuropa : volkskundliche Beiträge zur europäischen Maskenforschung ; anläßlich des sechzigjährigen Bestehens des Vereines für Volkskunde in Wien
Entstehung
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Recht als einen Burschenbrauch darstellte, der mit den deutschenEinwanderern in das Banat gekommen sein dürfte, was also indiesem Raum auf eine bezeichnende West- Ost- Wanderung derHolzmasken deutet 291b). In der Gegenwart, da das Gebiet mitSlawonien nunmehr zu Kroatien( innerhalb Jugoslaviens) gehört,hat man sich wieder damit zu beschäftigen begonnen, wie eineAbhandlung von Danica Pinterovič über Die ethnographischenEigenheiten der kroatischen Dörfer in der Baranya" erweist, inder die Verfasserin auch eine busa"-Maske aus der Gegend vonMohacs abbildet 291).

Von ungarischen Masken in Siebenbürgen berichtet LajosVincse, und zwar über das Turku- Gehen beim Hanfspinnen imDorf Balvanyosvaralja im Komitat Szolnok- Doboka 292). Die Teil-nehmer an diesem Masken- Hochzeitszug, Vorläufer, Pfarrer, Brautund Bräutigam, Brautjungfern Glossar ::: zum Glossareintrag  Brautjungfern, Räuber, Mamsell und Hochzeits-meister, trugen durchwegs Behelfsmasken, nur Tücher mit Augen-löchern; die Mamsell war mit einem dichten Schleier vermummt.Sechs Abbildungen geben ein ganz zureichendes Bild von dieserArt Maskierung, die zu den vielen Maskenbräuchen bei derFlachs- und Hanfverarbeitung gehören und in den Brechelbraut-bräuchen Innerösterreichs ihr Gegenstück haben 298).

In Siebenbürgen liegt übrigens auch eine der östlichstenHolzmasken- Landschaften. In den Siebendörfern bei Kronstadtfand am 28. Dezember ein Umzug und Boritza"-Tanz mit holz-geschnitzten Masken statt 294). Waldemar Liungman hat ihn indie Zusammenhänge des allgemeinen mitteleuropäischen Masken-brauchtums Glossar ::: zum Glossareintrag brauchtums gestellt 295).

Auch in der Slowakei waren zunächst besonders die deutschenSprachinseln erschlossen, vor allem die Zips und die Bergstädte.

291b) Josef Ernyey, Buso- Aufzüge und andere Faschingsspiele( Anzeiger der Ethnographischen Abteilung des Ungarischen National-Museums, Bd. VI, Budapest 1914, S. 139 ff.).

291c) Danica Pinterovic, Etnografske karakteristike hrvatskih selab Baranji( Prethodni izvestaj)( Osječki zbornik, herausgegeben vomMuzej Slavonije Osijek, Bd. IV, Osijek 1954. S. 75 ff., Abb. S. 87).

292) Vincze Lajos, A kender termelese feldolgozasa Balvanyosvaralja( Die Hanfarbeit im Dorfe Balvanyosvaralja)(- Erdeyi néprajzi tanul-manyok, Nr. 5) Kolozsvar 1945.

293) Vgl. Georg Graber, Alte Gebräuche bei der Flachsernte inKärnten und ihr religionsgeschichtlicher Hintergrund( Zeitschrift fürösterreichische Volkskunde, Bd. XVII, Wien 1912, S.

294) Julius Teutsch, Der Boritzatanz der Csangomagyaren in denSiebendörfern bei Kronstadt.( Jahrbuch des siebenbürgischen Karpathen-Vereins, Bd. XXIII, Hermannstadt 1903. S.. 43-54, mit 5 Abb.)

295) Waldemar Liungman, Traditionswanderungen Euphrat- Rhein,Bd. II, S. 831.

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