und wirbeln Staub auf. Wer nichts gibt, wird verspottet. IV. Jungvermählte undFrischverlobte geben besonders viel und bewirten die Kleinen ausgiebig. DieFrauen backen Kringel( xóλλevra), die die Kinder früher in einem großen Korbsammelten. V. Hs 2385: 85 f.
711) Wnk. I. Chiliodendroi( 93, 8 e). II. Vornacht. III. Kinder hämmern mit einemStock an die Türen und rufen den Kringel- Heischespruch. Die Hausfrau öffnetdie Tür, und ein Kind aus gutem Haus geht hinein und schürt das Feuer, einenProsperitätswunsch sprechend. Dann gehen die anderen Kinder in den Hof. DieHausfrau wirft Gerste, Kastanien, Nüsse und Äpfel aus dem Fenster. Die Kinderlesen sie vom Boden auf, gebückt oder kniend wie pickende Hühner. V. Hs 1688/
1972: 98 f.
717) Njk.( ooбpuña). I. Thurion( 491, 12 a). II. Vortag, drei bis vier Stunden vor Mor-gengrauen. III. Kinder ziehen mit coбpura- Rufen durch das Dorf. Voran einesmit einer abgeschälten Rute, an der die Schalenstreifen an einem Ende eine Krausebilden. Diese Rute wird jedem Familienmitglied aufs Haupt gelegt. Die Hausfrauschneidet ein Stück Rinde ab; es wird am Neujahrsmorgen in warmes Wasser ge-worfen, in dem sich alle waschen. Auch den Tieren wird die Rute aufgelegt. V.Ktenidis, 1969: 140 ff.
726) Njk.( ooópẞa). I. Nordthrakien( 2 b). II. Vorabend und Festtag früh. III. Knabengehen mit einem blühenden Kornelkirschzweig und einer Schale mit Weizen undkleinen Münzen ans Bett der Eltern, Großeltern, Brüder usw., verstreuen Weizenmit Schnee gemischt und klopfen mit dem Zweig dreimal auf die Bettdecke undsagen: ,, Freude ihm und hl. Basilios und übers Jahr." IV. Verschiedene Trocken-früchte( oooßhalixia). V. Vogaz lis, 1956: 199 f.
728) Wnk. I. Grintades( bei 168, 8 g). II. Zwei Tage vor Weihnachten bis zum Morgen-grauen des Vortages. III. Kinder unter 16 Jahren rufen Christi Geburt aus. Siestoßen Drohrufe aus, daß sie die Fenster einbrechen, die Tochter des Hauses raubenwerden usw., wenn man sie nicht einläßt. Sie treten ins Haus ein, sprechen einenGlückwunsch und singen Speziallieder: Hausherr, Neuvermählte, kleine Kinder,Lehrer, Priester, heiratsreifes Mädchen, heiratsfähiger Junge, die junge Spröde. DieKinder müssen sich auf den Boden setzen, damit die Hennen Eier legen. Die jungeBraut( vóvopn) wird mit Stöcken, die unten eine Verknotung( Cooμлoλ) ha-ben, leicht geschlagen, damit sie bald Kinder bekommt. Kein Kind darf älter als16 Jahre sein. ,, Wenn sie jemand, älter als 16 Jahre, entdecken, binden ihm dieFrauen einen Holzschlegel um, von denen, womit man die Kleider schlägt, alsZeichen der Beleidigung, daß er sichtbar schon zu Heirat taugt." IV. Münzen,Kringel. V. Lu kopulos, 1917/18: 130 ff.
737) Psk.( Baytoxaα). I. Kardamyli( 182, 5 g). II. Palmsonntag nach dem Endeder Messe. III. Frauen schlagen einander mit dem Palmzweig zur Förderung derFruchtbarkeit. V. Anonym, 1930 b: o. S.
742) Thk.( coópẞtopa). I. Vizyi( 528, 2a). II. Vorabend. III. Kinder schlagen( coupẞitovy) die Leute auf der Straße.„ Auch du nahmst einen Besen und begannst,deinen Vater auf den Rücken zu schlagen und sagtest: Surva, surva! fester Körper,festes Kreuz, nur Gesundheit und Kraft, und übers Jahr stark!" V. Viz yinos,1883: 670. VI. Literarische Quelle. Die coupẞtà wird auch zur Pyromantieverwendet.
745) Njk.( oooẞpa). I. Sarakina( 8 g). II. Vortag und Festtag. III. Gutgekleidete Bur-schen wählen einen großen, starken und klugen Anführer. Bei Zusammenstößenoder Wettkämpfen mit Gruppen aus dem Nachbardorf muß er die eigene im Zwei-kampf vertreten können. Ebenso wird ein xováxt gewählt, ein Haus, in dem man
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