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Brauchtumserscheinungen Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtumserscheinungen im griechischen Jahreslauf und ihre Beziehungen zum Volkstheater : theaterwissenschaftlich-volkskundliche Querschnittstudien zur südbalkan-mediterranen Volkskultur
Entstehung
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1. Datenmaterial( Sammelumzug)

Der Begriff wird in Anlehnung an den griechischen ἀγερμός( ἀγυρμός) verwendet,der in einer Erstdefinition bereits festgelegt wurde und zum Ersatz der im HDA 1 be-nutzten Ausdrücke Heischegang" und, Bettelumzug" gebraucht( dort synonym ver-wendet), die m. E. durch ihre eindeutige Schwerpunktsetzung nur zwei Aspekte desayeppòs decken. Sammelumzug" ist dagegen ein offener Begriff, der sich nach Inhaltund Umfang bedeutend anreichern läßt, ohne dem sprachlichen Ausdruck Gewalt anzu-tun. Vorerst besagt er soviel, daß die Ausführenden sich irgendwo sammeln, herum-ziehend Gaben sammeln und durch Segenswünsche, Glückssymbole u. a. vielleicht aucheine vorerst nicht näher definierte Fähigkeit bzw. Kraft auf sich konzentrieren, diedurch ihre Gegenwart übertragen wird; Um- zug" legt eine Pompe- Form nahe, die Pro-zession( oder das Laufen) ist zyklisch oder kryptozyklisch( kein Haus wird ausgelassen,die Reihenfolge ist festgelegt; der Umzug umfaßt" das ganze Dorf; man sammelt sichoft wieder am Ausgangsort) oder richtungslos linear( im Sinne des Herumlaufens); häu-fig versammeln sich die Ausführenden nach dem Umzug wieder am Ausgangsort oderanderswo, begutachten die gesammelten Güter, teilen sie unter sich auf oder konsumierensie in Form eines Festgelages.

1. 1. Nonverbaler und aktionsloser Sammelumzug

Diese Kategorie ist zum Großteil eine bloß fiktive Auffangkategorie für unterde-finierte Fallstudien und lückenhafte Deskriptionen. In dieser abstrakten Reinstruktur istder Sammelumzug in der Praxis kaum anzutreffen. Es handelt sich also nicht um ein be-sonders ,, altartiges" survival, in dem sich die anfängliche Grundstruktur erhalten hat,sondern um die bloße Unzuverlässigkeit der jeweiligen Quellen.

1.1.1. Sammlung von Geschenken

1.1.1.1. Undefinierte Gabe

402.

10) Wnk. I. Prangion( 419 a, 12 a). II. Vortag. III. Kinder. V. Janno pulos, 1964:23) Lzk. I. Tsanto( 2 ab). II. Palmsamstag. III. Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag  Zigeuner. V. Apostolidis, 1961:

46.

1)( 11 c) Tsar nas, 1963: 26 f. 2)( 77, 4b) Dimitriadis, 1967: 4. 3)( 10)Amariotu, 1961: 15. 4)( 119, 5 b) Mavroidis, 1962: 576 ff. 5)( 331, 12 a)Anonym, 1968: 108 f. 6)( 419 a, 12 a) Vranis, 1968: 215. 7)( 419 a, 12 a)Vranis, 1968: 215. 8)( 348, 8 e) Angelis, 1959: 45. 9)( 424, 4 e) Vra-chas, 1964: 55. 10)( 419 a, 12 a) Jannopulos, 1964: 402. 11)( 327, 1a)Bogas, 1964: 128 f. 12)( 407, 4a) Chorafas, 1964: 201. 13)( 310, 4 b)

1 Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens, hg. v. H. Bächtold- Stäubli, Bd. 1, Berlin/Leipzig, DeGruyter 1927, S. 1190 f.; Grund- und Standardwerke werden in der Bibliographienicht angeführt und im Text in den geläufigen Abkürzungen verwendet, die beim ersten Anfüh-ren in einer Anmerkung aufgeschlüsselt sind.

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