zwar offiziell der Staatskirche untersteht, in Volkswissen und Brauchpraxis das Geschäftkundiger Frauen ist.
525) Lzk. I. Lachion( 253, 5 f). II. Palmsamstag. III. Leute sammeln gelbe Blüten und
schmücken die Eierkörbe damit. IV. Eier. V. Hs 1642/1972: 220.
551) Lzk. I. Magula( 284, 7 b). II. Palmsamstag. III. Mädchen im Alter von sechs biszwölf Jahren bilden seit Tagen Gruppen( drei bis vier), lernen die Lieder undSpeziallieder und besorgen neue Körbe. Am Freitag abend werden die Körbe mitBlüten überzogen und bleiben über Nacht im Freien( tà astepóvovv).34 AmMorgen des Samstags ziehen die Mädchen in Festkleidung los; am Kopf tragensie weiße Bänder und eine Nessel( toooxvída). Außer den kleinen Körben, die jedevon ihnen hält, haben die großen Mädchen auch große Körbe( povμáva). DieGruppe wird als die Aatapives bezeichnet. IV. Sie bekommen gekochten Mais, einEi, Geld, Feigen, Nüsse, Trockenfrüchte. Eier und Geld werden zu gleichen Teilenaufgeteilt. V. Hs 1980: 17 f.
560) Lzk. I. Aianis( 7, 8 g) und Raum Tsiarsiabas( bei 240, 8 g). II. Palmfreitag undPalmsamstag. III. Die erste Versammlung der Mädchen findet in einem Konak( xováxi das zu den verschiedenen Feiern erwählte Haus) statt. Es bilden sichGruppen von mindestens vier Mädchen, ein kleines im Alter von acht bis zehnJahren trägt den blumengeschmückten Korb. Die Reihenfolge der Häuser wirdfestgelegt. Die Kleidung der Aatapiva differiert je nach Alter. Im Vorschulalterist sie weiß, im Schulalter besteht sie aus einem ärmellosen roten Kleid, von 12-16 Jahren herrschen Blau und Gelb vor, die Tracht ist komplizierter, der Schmucknimmt zu. Über 16 Jahre ist die Gewandung ähnlich. Am Vorabend des Palm-samstags findet wieder eine Festversammlung im Konak statt. Die Mädchen brin-gen Mehl, Reis und Bohnen mit. Die Hausfrau bereitet alles für den nächtlichenSchmaus vor. Schon am Vortag kommt es zu Umgängen, da das Dorf 300 Häuserzählt und die Mädchen für den Besuch zwei Tage benötigen. Auch die ganz kleinenMädchen veranstalten Kalanda. Eine Vielfalt von Liedern wird gesungen, dar-unter folgende Speziallieder: Schüler, verlobter Bursch, verlobtes Mädchen, armeaber schöne Frau, Kind in der Fremde, Edelfrau, Großviehzüchter. Die Liederwerden im Zimmer, aufgeteilt auf zwei Halbchöre, im Wechselgesang vorgetragen,in der Mitte wird getanzt. Vor den Hausbesuchen gehen die Mädchen in die Kircheund singen dort das Klagelied für Christus. Es folgt das Haus des Pfarrers, desBürgermeisters, des Lehrers, jeweils mit den bezüglichen Spezialliedern. Nach demHausumgang wird am Dorfplatz getanzt. Den Höhepunkt erreicht der Tanz amNachmittag, wo oft mehr als 150 Menschen zumindest zwei Stunden ohne Unter-brechung tanzen und verschiedene Lieder singen. Um acht Uhr abends versammelnsich die Mädchen wieder im Konak, um mit Fastenspeisen( Bohnen, Reis, Pasteten)ein Gelage abzuhalten, wo wieder getanzt und gesungen wird. Auch satirischeLieder kommen zum Vortrag. Am Palmsonntag morgen wird im Hof weiterge-tanzt. Es folgt vor dem Kirchgang der Tanz rund um die Kirche. Nach der Messekommt es im Kirchhof zum Abschlußtanz, an dem auch alte Frauen teilnehmen.Er wird von der Dorfältesten angeführt. IV. Eier, andere Gaben und Segens-wünsche. V. Siampanopulos, 1973: 1 ff. VI. Das Buch ist mit einer Füllevon Photographien und einem ausgedehnten Liedanhang( 71 ff.) ausgestattet.561) Lzk. I. Neochori( bei 59, 4 c). II. Palmfreitag. III. Die Kalanda werden nur vonMädchen( Aatapoódia), niemals von Knaben ausgeführt. Etwa zu Beginn derQuadragesima formt sich eine Gruppe von zwei Mädchenpaaren im Alter von
34 ExoTepova Glossar ::: zum Glossareintrag ExoTepova heißt eigentlich rein werden, läutern( für Wasser), und sich klären( für denHimmel).
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