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Brauchtumserscheinungen Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtumserscheinungen im griechischen Jahreslauf und ihre Beziehungen zum Volkstheater : theaterwissenschaftlich-volkskundliche Querschnittstudien zur südbalkan-mediterranen Volkskultur
Entstehung
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einer Münze. Sie sind mit farbigen Wimpeln, Flaggen, Bändern usw. geschmückt, dennes besteht ein gewisser Konkurrenzkampf unter den Ausführenden, das schönste Schiffzu besitzen. Klöster, Kirchen, Laternen, Krippen usw. werden häufig von innen beleuch-tet. Ihr Licht dient auch zum Ablesen der Lieder von den Druckzetteln, wenn der Um-gang nachts erfolgt.

498) Njk. I. Tsagarada( 499, 7 c). II. Festtag. III. Kinder mit einem Schiff aus Bunt-papier, mit Wimpeln behangen, singen die Kalanda. Zwischen den Kindern bestehtein Konkurrenzverhältnis, das schönste Schiff zu besitzen. Speziallieder: Hausherr,Tochter; Spottlied. Am Abend singen Männer, meist Arme, die Kalanda bei denDorfhonoratioren. V. Hs 1509/1972: 206 f.

502) Zwk. I. Agrafa( 6, 4 e). II. Jeweils Vornacht. III. Kinder in Gruppen von drei bisfünf, mit kerzenbeleuchteten Laternen( am Holzrahmen sind kleine Blechstückchenbefestigt) singen die üblichen Kalanda bzw. Spottlied. Jede Gruppe hat einenKassier. IV. Feigen, Nüsse. V. Hs 1367: 20.

509) Njk. I. Andros( 11 a). II. Vortag mittags, achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts.III. Junge Männer ziehen mit Instrumenten umher, ein Schiff in Händen. DieReihenfolge der Häuser wird am Morgen festgelegt. Man beginnt bei den Kaffee-häusern am Hauptplatz. Überall ist viel Bewegung, denn die Leute kaufen für denFesttag ein. Wenn die beiden Gruppen von Kalandasängern einander begegnen,setzt es Flüche und Prügel, die Umstehenden mischen sich ein usw. V. Kairis,1929: 51 ff.

519) Kwk( mapanoví). I. Hydra( 5 a). II. Karfreitag den ganzen Tag. III. Üblicher-weise werden die Kalanda von Kindern in Gruppen gesungen, am Karfreitag abergeht ein Kind allein und besucht die Häuser in folgender Reihenfolge: eigenesHaus, Pfarrer, Lehrer, Verwandte. Die Lieder sind auf kleine Zettel gedruckt, vondenen keiner mehr erhalten ist. IV. Eier( Korb), Geld. V. Chalioris, 1951:81 f. VI. Παραπον! wird vom Autor als albanisiertes παράπονο( Beschwerde,Klage) gedeutet. Wahrscheinlich aber ist die Schreibweise Tapaлový, was nachApodimos, MY II( 1950) 90 soviel wie napapový bedeutet( Vortag), da dieKalanda früher am Samstag, am Vortag" von Ostern gesungen wurden.diesen Termin findet sich allerdings keine Belegstelle.

Für

497)( 54, 4 c) Hs 1804/1973: 99 ff. 499)( 6) Hs 2327: 306. 500)( 76, 11 e) Hs2248: 325. 501)( 253: 5 f) Hs 1642/1972: 203. 503)( 326, 9 c) Hs 2264: 12. 504)( 11 a) Hs 2339: 150. 505)( 11 a) Hs 2339: 149. 506)( 353, 8 c) Hs 2738: 42. 507)( 289, 7 c) Hs 1374/1971: 54 f. 508)( 271, 4 d) Afentras, 1963: 224 ff. 510)( 107, 5 f) Mylonakos, 1966: 132. 511)( 77, 4 b) Rodd, 1892: 137 ff. 512)( 540, 1 a) Milioris, 1955: 264 f. 513)( 11 d) Spanos, 1962: 58 ff. 514)( 11 d) Spanos, 1962: 60 f. 515)( 1 a) A. 1936: 3401. 516)( 11) Vasmat-zis, 1936/37: 1535. 517)( bei 274, 1 a) Savvas, 1952/53: 2. 520) Grl. Me-gas, 1956: 55 ff. 521)( 7 c) Karydakis, 1968: 22 ff. 522)( 5 a) Chalio-ris, 1931: 120. 523)( 391, 5 g) Papachristopulos, 1958: 31. 524)Kalavróputa( 1b) Metallidis, 1950: 681.

1. 4. 3. Geschmückter Korb

Der mit Blumen, Blütenzweigen, Weidenzweigen oder auch Bändern geschmückteKorb, der bei den Lazaruskalanda von Kindern oder Mädchen, oder auch von einem ge-mieteten Korbträger herumgetragen wird, dient zur Aufnahme der meist ungefärbtenEier( erst am Gründonnerstag werden die Eier rot gefärbt; rot bedeutet Christi Blut;Lazarus ist aber eines natürlichen Todes gestorben), die an diesem Tag, eine Woche vorOstern, geschenkt werden.

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