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Das ländliche Wohnhaus im Gerichtsbezirk Stainz : eine Untersuchung historischer Hausformen in der Weststeiermark
Entstehung
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rippen, daneben aber auch eine Art, die nur sehr feine Riefenaufweist.

Bei den von ihrer Verbreitung her unwesentlichen Dachdeckungs-arten finden sich Pfannenziegel, die aber nur an nicht( mehr)landwirtschaftlich genutzten Gebäuden vorkommen, Zementziegel inForm der Falzziegel und- anscheinend im Zunehmen begriffen- Be-tonpfannen. Blechdächer sowie Welleternit kommt im Altbestand derWohnhäuser im Untersuchungsgebiet nicht vor.

Die Dachlatten sind bereits durchwegs gesägt und in den Ab-ständen den industriell oder gewerblich hergestellten Deckmate-rialien angepaẞt.

4.8.4. Der Giebel

Da es sich bei den im Untersuchungsgebiet vorkommenden Dä-chern der Form nach fast ausschließlich um Sattel- oder Steilgie-beldächer handelt, kommt der Gestaltung des Giebels gerade in un-serem Gebiet eine große Bedeutung zu.

Bei den Holzbauten und bei den Mauerbauten mit aufgelegtenBlockbaukränzen ist der Giebel, wie bereits erwähnt, um bis zu140 cm vorgezogen, um die Hauswand vor Schlagregen zu schützenund ein trockenes Umgehen des Hauses auch bei Regen zu ermögli-chen.

Die älteste heute noch feststellbare Giebelausbildung ist sehreinheitlich. Sie ist gekennzeichnet durch eine zweimal abgesetztelotrechte Bretterschalung. 1 Diese doppelte Absetzung tritt aller-

dings nur optisch auf. Konstruktiv ist die Schalung nur einmalabgesetzt, und zwar im Bereich des Scherenbinders. Oberhalb wirdsie an der Außenseite von Schersparren und Scherenbinder angena-gelt, unterhalb an der Innenseite. Die zweite Absetzung entstehtdurch einen zwischen Scherenbinder und Dachgrund angebrachten,zusätzlichen Balken, der wohl hauptsächlich als Stützung für dieteilweise doch recht langen unteren zwei Drittel der Giebelscha-lung dient. Er ist auf die Schersparren aufgeblattet und-teil-

1 Vgl. dazu V.H. Pöttler, Groß- Schrotter, S. 38.

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