4.8. Das Dachwerk
Das Dach stellt den wichtigsten und entwicklungsgeschicht-lich ältesten Teil des Hauses dar, dessen Entwicklung vom einfa-chen Windschirm aus Ästen und Laubwerk bis zu handwerklich aus-
gereiften, komplizierten Holzkonstruktionen führt.1
Für die Gesamtheit des Dachwerks² sind drei Kriterien wich-tig, die voneinander zu unterscheiden sind, sich teilweise abergegenseitig bedingen:
DachformDachgerüst
Deckmaterial
An ihnen sind sowohl naturgegebene Bedingungen( besondersDeckmaterial und Abhängigkeit vom Klima) als auch Bautraditionenablesbar.³
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4.8.1. Die Dachform
Die Dächer im Untersuchungsgebiet sind in der Altschichtdurchwegs Steildächer zwischen 45 Grad und etwa 49 Grad, al-so genau im bis über dem Winkel abgebunden. Erst bei den Mauer-bauten kommen teilweise Sparrendächer vor, die unter dem Winkelabgebunden sind. Nach Schier waren alle Steildächer aus techni-schen Gründen ursprünglich Vollwalmdächer, die sich erst seitdem Hochmittelalter zum Satteldach entwickelt haben.'
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Um Stainz sind der Dachform nach fast nur Satteldächer zu5finden. Schopfdächer gibt es erst bei Neubauten am Anfang des20. Jh. und bei Dachumbauten ab dieser Zeit. Vollwalmdächer kom-
1Vgl. dazu R. Weiss, Häuser, S. 62; V.H. Pöttler, Volksarchitektur, S. 15-31.2 Zum Begriff vgl. 0. Moser, Bauernhaus, S. 49.
3 Vgl. dazu R. Weiss, Häuser, S. 62-100.
4 B. Schier, Hauslandschaften, S. 58 f. u. 75.
5Zu den Dachformen vgl. z.B. O. Moser, Bauernhaus, S. 60-63; V.H. Pöttler,
Volksarchitektur, S. 60%; zum Steildach B. Schier, Hauslandschaften, bes. S.63-68; s.a. V. v. Geramb, Vom Werden, S. 59.
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