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Das ländliche Wohnhaus im Gerichtsbezirk Stainz : eine Untersuchung historischer Hausformen in der Weststeiermark
Entstehung
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3.2. Das Baumaterial

Neben dem Dach ist bei erdständigen Häusern vor allem dasErscheinungsbild und somit das Baumaterial des Hauptgeschossesfür eine erste Einordnung bedeutsam. Vom Baumaterial hängen auchverschiedene Konstruktionsweisen und-details sowie nicht zu-letzt auch die Raumstruktur ab. Daher scheint es gerechtfertigt,die Aufarbeitung des gesammelten Materials mit einer erstenKlassifizierung nach dem Baustoff zu beginnen.

Im Untersuchungsgebiet sind für die Zeit bis 1918 Holz-, Mau-er- und Gemischtbauweise nachweisbar, wobei sich starke regionaleund zeitliche Differenzierungen in der Verwendung des einen oderanderen Baumaterials ergeben. Da jüngere Zubauten( zwischen 1918und 1982/83) mitberücksichtigt wurden und diese zum Großteil inMauerbauweise errichtet sind, ergibt sich im Vergleich zu den" reinen" Altformen eine leichte Verschiebung zugunsten des Mauer-baues. Trotzdem sind die regionalen Schwerpunkte der einzelnenBauweisen klar erkennbar( s. Tab. 2). Für das Gesamtgebiet ergibtsich eine Aufteilung von 95 Bauten oder 19,8% Holzbau, 210 Bau-ten oder 43,7% Gemischtbau und 176 Bauten oder 36,6% Mauerbau,was bereits das Überwiegen der Gemischtbauweise und die relativgeringe Bedeutung des reinen Holzbaues im derzeitigen Baubestandverdeutlicht.

3.2.1. Die Holzbauweise

Gemäß dem Waldreichtum in den höhergelegenen Gebieten desUntersuchungsgebietes spielt der Baustoff Holz hier bei den Alt-formen des ländlichen Wohnhauses eine dominierende Rolle. Bis aufwenige Ausnahmen handelt es sich bei den untersuchten Gebäuden umBlockbauten, die im allgemeinen in Kopfschrot verzimmert sind.

Der Anteil des reinen Holzbaues, also der Häuser, bei denennur Vermauerungen im Bereich der Feuerstätten auftreten, beträgtim gesamten Untersuchungsgebiet 19,8%. Der Anteil innerhalb der

1 Vgl. dazu Richard Weiss, Häuser und Landschaften der Schweiz. Erlenbach- Zü-

rich 1959, S. 35-61, bes. S. 42 f.

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