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Das ländliche Wohnhaus im Gerichtsbezirk Stainz : eine Untersuchung historischer Hausformen in der Weststeiermark
Entstehung
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3. LAGE UND BAUMATERIAL

3.1. Die Lage der Wohnhäuser

Neben der Bau- und Raumstruktur ist auch die Lage eines Ge-bäudes für das Funktionsgefüge von Bedeutung; sie wirkt aber auchauf Bau- und Raumstruktur zurück. Dazu zählt sowohl die Lage imGelände als auch die zu Verkehrswegen und im Hofverband.

3.1.1. Die Lage zum Hang

Durch die im gesamten Untersuchungsgebiet großteils mehroder weniger hügeligen Geländeformationen ist die Lage der Häuserim Gelände, also zur Hangneigung, von Bedeutung. Durch die Formder Häuser- bis auf die breitgiebeligen Mauerbauten der 2. Hälf-te des 19. Jh. sind langgestreckte Baukörper vorherrschend- zu-sammen mit der traufseitigen Erschließung spielt aus bautechni-schen Gründen die schichtenparallele Lage die größte Rolle. 1 Diesgilt vor allem im steileren Gelände, wo sonst zu große Sockelhö-hen erreicht würden. Im flacheren Gelände spielt die Hanglage einegeringere Rolle, sodaß auch bei langen Baukörpern fallinienparalle-le Lagen vorkommen.

Besonders häufig ist die fallinienparallele Stellung bei klei-neren Winzerkeuschen und Kellerstöckln zu finden, bei denen derPreẞraum im allgemeinen am gewachsenen Grund aufsitzt, währendder Wohnraum über einem Keller hangabwärts gerichtet ist. Breit-giebelige Winzerhäuser, wie sie um Stainz öfters vorkommen, wei-sen auf Grund ihrer Größe hingegen wieder eine hangparallele Lageauf, ebenso sind die breitgiebeligen Mauerbauten fast immer hang-parallel angelegt.

Aus diesen Grundregeln folgt, daß besonders im Bergland dieschichtenparallele Lage weitaus überwiegt, am klarsten in der KG

1 Wie bei den Wohnbauten führt auch bei den Wirtschaftsgebäuden die traufsei-tige Erschließung der Scheune( also eine Quertenne), zur hangparallelenStellung. Oskar Moser, Das Bauernhaus und seine landschaftliche und histo-rische Entwicklung in Kärnten.(= Kärntner Museumsschriften 56), Klagenfurt1974, S. 94.

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