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immer mehr auf Kosten des Rosmarinkranzes. In Bremengeht sogar ein eigenes Myrtenfest der Hochzeit voraus, dasmit verschiedenen Gebräuchen begangen wird( Friedreich 232).Da die Sitte forderte, daß die Braut bis zur Hochzeit Jung-frau Glossar ::: zum Glossareintrag frau blieb, wurde der Myrtenkranz und zwar der geschlossenebei uns wie auch bei anderen Völkern z. B. bei den Sla-vonen( Krauß, 203) zum Symbol der Jungfräulichkeit. DerKranz ist geschlossen, wie das Hymen der Braut nochgeschlossen ist. Witwen dagegen, deren Hymen bereitsgeöffnet worden ist, tragen den offenen Kranz. GefalleneMädchen, die schon geboren haben, tragen überhaupt keinenKranz, da sie der Jungfräulichkeit entbehren. Daher dieRedewendung:„ Die Myrte verloren haben". Daß dieMyrte als Symbol der Jungfräulichkeit sogar Keuschheitbewirke, glaubt man im Kassubenlande: man legt in denPatenbrief des getauften Mädchens nebst anderen Dingenein Myrtenblatt, daß es bis zur Ehe keusch bleibe.Myrte, die dereinst den Brautkranz liefern soll, soll nie einMädchen selber ziehen. So heißt es in Ostpreußen: eineBraut darf keine Myrten pflegen, sonst kommt sie nie zumBrautkranz; oder: wer Myrte baut, wird nimmer Braut( Schlesien). Freilich schenken anderwärts sich die MädchenAbleger, um aus ihnen den Brautkranz zu ziehen. AmTage der Hochzeit wird dann der Myrtenstock, der denBrautkranz lieferte, vernichtet. Da die Sitte es forderte,daß die Braut bis zur Hochzeit ungeschwängert blieb, wurdedie Myrte wie bei den Alten gegen die Empfängnis ver-wendet. Kinderreime stellen die Myrte mit anderen Ab-treibemitteln zusammen, mit Thymian, Lawendel, Petersilie,( siehe Petersilie, Abschnitt IV).
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Rose.
( Rosa centifolia).
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Die