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Walnuẞbaum.( Iuglans regia).
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Der Walnuẞbaum hat schon in der griechischenMythologie eine gewisse erotische Bedeutung. Er war demsinnlichen, üppigen Dionysos heilig, auch der Artemis, dieals Karyatis( Vgl. Karya Walnußbaum) einen erotischenCharakter hatte. Sie verwandelte Jungfrauen Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfrauen, die eigen-artige üppige Tänze aufführten, in Nüsse an ihrem heiligenBaum. Man scheint also bereits zu dieser Zeit in der Nuẞdas Symbol des Weibes Glossar ::: zum Glossareintrag Weibes gesehen zu haben.
Auch den Juden lag wohl eine erotische Deutungdes Nußbaumes nicht fern. Althergebrachte Pflicht ist es,daß jeder jüdische Neuvermählte Gott zu loben hat, weiler den Nußbaum( die Sinnenlust) im Garten Eden wachsenließ. Da nun mit der Geschlechtslust die Sünde verknüpftist, behaupten ihre Rabbiner, daß sich der Teufel besondersgern auf Nußbäumen aufhalte.
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Bei den Römern tritt das erotische Moment desNußbaumes und seiner Frucht deutlicher zu Tage. DerBaum war wegen seiner Fruchtbarkeit dem Jupiter( Jovisglans Iuglans) geheiligt, dem höchsten Natur- und Vege-tationsgotte, auch den niederen agrarischen Gottheiten, denSpendern der cerealischen und animalischen Fruchtbarkeit.Daher warf man an den Cerealien und Saturnalien Nüsseaus. Aus demselben Grunde auch bei der römischen Hoch-zeit. Während die Braut beim Scheine des Abendsternesmit Fackelbegleitung unter Absingung phallischer Lieder,welche die Zeugungsfunktionen feierten, aus dem Eltern-hause in die Wohnung des zukünftigen Gatten geführtwurde, verlangten die Knaben schreiend vom Bräutigamdas Auswerfen von Nüssen. Je heller diese klangen, destoglücklicher wurde die Ehe. So erklärt schon Plinius diesenBrauch.( Z. f. deutsche Myth. III 95).
Bei den Neugriechen wurden Nüsse unter dieHochzeitsgäste verteilt, wenn das Brautpaar in das hochzeit-liche Gemach einzog.