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Sevebaum.
( Juniperus sabina).
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Der Sevebaum ist der Baum aus dem Lande derSabiner, also ein Strauch, der aus Italien nach Deutschlandeingeführt wurde, und zwar wurde er in althochdeutscherZeit vermutlich von christlichen Missionaren wegen seinerÄhnlichkeit mit dem Wachholder bei uns einheimischgemacht. So verdrängte er teilweise den Wachholder, denner galt schon den Griechen und Römern als vorzüglichesReinigungsmittel. Schon diese verwendeten den Baum öfterzum Räuchern statt Weihrauch. Er wurde im Mittelalter amPalmsonntag zur Weihe in die Kirche gebracht. Bock berichtet:„ Die Meßpfaffen und alten Huren genießen des Sevenbaumsam besten.Die Pfaffen pflegen auf den Palmsonntag denSevenbaum mit anderen grünen Gewächsen zu weihen undgeben für, der Teufel könne nichts schaffen, wo solche ge-weihte Stengel in Häusern gefunden werden, dadurch wirdihr Opfer gemehret und der Armen Säckel geleeret. Zu-dem haben die alten Hexen und Huren Acht auf die erstenSchößlein, so die Pfaffen oder andere von Sevepalmen zudem Kreuz werfen, geben vor, diese Schöẞlinge seien gutfür Hauen und Stechen, böse Gespenster und treiben da-mit viel Abenteuer, lassen's von neuem weihen und Messendarüber lesen". Es ist die altheidnische Glossar ::: zum Glossareintrag altheidnische Lebensrute,die vom Wachholder auf den Sevebaum übertragen war.Die auch im Winter grüne Gerte wurde zum Pfeffern undSchlagen benutzt. So spielt in der Schweiz( Basel) undin Württemberg der Sevebaum noch heute diese Rolle.
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In der Volksmedizin wurden die Zweige des Seve-baums seit dem Mittelalter als beliebtes Abtreibemittelverwendet. Er macht ,, dünn" und wird daher„ Jungfern-palme",„ Mägdebaum“,„ Kindermord", und scherzend,, Jungfernrosmarin Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfernrosmarin" genannt, weil die erwiderte Liebe der,, Jungfer Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfer" durch den Gebrauch dieses Mittels wie beimHochzeitsrosmarin allen offenbar wurde. Mattioli berichtet
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