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einheimisch und war ehemals wie Fichte und Tanne demDionysos, dem Zeugungsgotte, heilig. Die Thyrsosstäbedes Gottes, seiner Begleiter und Begleiterinnen waren mitPinien- oder Tannenzäpfen gekrönt. Diese Zapfen erinnertendie Griechen lebhaft an ein aufgerichtetes männliches Glied,und ihr Reichtum an Körnern galt als Symbol der Frucht-barkeit. Die Körner, welche die Pinie, die„ Nuẞkiefer"Südeuropas, so massenhaft trägt, sind länglich weiß, sehrölig( gegen 50%). Sie schmecken mandelartig, und mangebraucht sie sehr gut statt Mandeln und Haselnüsse. Wiediese und wie die Pistazien galten sie in älterer Zeit alsausgezeichnetes Aphrodisiacum( Mattioli), daher man sieauch Kraftnüßlein" nennt.
In Milet war übrigens die Pinie der Demeter heilig.Die griechischen Frauen ruhten und saßen auf ihren Zweigen,um zu dem Feste der Göttin die nötige Enthaltsamkeit zuerlangen.
Schlehe.
( Prunus spinosa).
Die Schlehe ist ein uralter einheimischer Fruchtbaum,schon in den Pfahlbauten kommen seine Früchte vor. Erstin altdeutscher Zeit ist die Pflaume an seine Stelle ge-
treten.
Der Schlehdorn war für mancherlei Frauenleiden gut.Schlehenmoos in die Schuhe gelegt half gegen Bleich-sucht und Weiberfluß Glossar ::: zum Glossareintrag Weiberfluß. Schlehenwasser hilft gegen denVorfall der Gebärmutter, indem sich die Frauen in dasWasser setzen. Schlehengenuß macht die Frauen frucht-bar aber auch unfruchtbar, wenn man drei Schlehen-beeren an einem Freitag aẞ; es war ein Hexenmittel, dasgebeichtet werden mußte. Der Aufguß der Schlehen-blüte macht die Mädchen schön.
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Der Baum sagt auch wahr: wenn er reichlich blüht,so gibt es wenig Jungfrauen Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfrauen( Am Lech).