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genannten Termine. Die Česnica wird am Vorabend des Christtags oderdes Neujahrstags gebrochen. Der Schlag mit der Lebensrute begegnet am28. Dez., aber auch am 1. Jänner. Die Vorstellung von dem Kampf der Windehat sich in Slawonien auf den Christtag festgelegt, in Serbien auf den Krstov-dan. Ein ähnliches Verhältnis zwischen den oben genannten drei Terminen( den mittelalterlichen drei Neujahrstagen) spricht sich in der Terminologieanderer slawischer Völker aus: die Bulgaren nennen alle drei Vorabende bodnivečer; die Bezeichnung štědrý večer, largum sero", welche die Tschechen dem hl.Abend beilegen, wird von den Ruthenen für den Sylvesterabend( ščedrij večirь)verwendet[ Zubrytzkyj, 154], aber auch für den 6. Jänner ¹. Svjatij večirnennen sie den hl. Abend, aber auch den Vorabend des Dreikönigstags 2.
Bevor wir uns der Beeinflussung durch das Christentum zuwenden,betrachten wir zwei Bräuche, für die wir im Kalendenfest zwar keine direktenEntsprechungen finden, die aber mit Rücksicht auf die zahlreichen Analogienbei vielen arischen Völkern in alter und neuer Zeit als urarisch anzusehensind: es ist die Panspermie und das W.- Stroh.
Die Panspermie.
§ 78. Der am 4. Dez. gekochte primitive Glossar ::: zum Glossareintrag primitive Brei aus verschiedenen Feld-früchten, der deutliche Beziehungen zum animalischen und vegetativen Segendes neuen Jahres aufweist, ist, wie oben( S. 110) angedeutet wurde, nur durchvolksetymologische Anlehnung an Varica auf diesen Tag festgelegt worden.Der Brauch steht nicht vereinzelt da, sondern hat zahlreiche Parallelen inalter und neuer Zeit.
Bei den alten Griechen wurden Ende Oktober nach vollendetemEiresione- Umzug des Pyanepsienfestes( zu Ehren Apollons) verschiedeneGetreidearten und Hülsenfrüchte zusammengekocht und von den Hausgenossenaus einem Topf verzehrt. In ähnlicher Weise kochte man am Thargelien-feste( im Sommer) eine Schüssel voll Brei aus den Erstlingen verschiedenerFruchtarten. Auch im Hauskult wurde eine solche Panspermie der ersten Feld-früchte( Weizenbrei und gemahlene Hülsenfrüchte) zu Ehren der Demeter und derHoren aufgestellt. Schließlich fand diese Topfspeise Anwendung im Toten-kult, wo sie am dritten Tag der Anthesterien, da die Unterwelt offen stand,den Seelen der Verstorbenen und dem Seelenführer Dionysos aufgestellt wurde.Die Römer opferten am 1. Juni der Göttin Carna Speck undBohnenbrei, weshalb der Tag den volkstümlichen Namen Kalendae fabariaeerhielt. Die genannte Göttin schützte gegen die striges, unheimliche Geister-vögel, welche den Kindern die Eingeweide herausreißen und das Blut saugen 5.Von den neueren Parallelen, die Mannhardt anführt 6, erweckt einlitauischer Brauch( 17. Jh.), besonderes Interesse:„ Nach beendigterErnte und Winteraussaat, wenn schon das Dreschen begonnen hat, halten sieein Fest, das sie Sabarios nennen,„ Fest der Zusammenschüttung"( zu są- bertizusammenschütten"), weil sie dann das Getreide zusammenwerfen und ausdem Zusammengeworfenen Fladen, d. i. kreisrunde Kuchen backen und Bierbrauen. Es heißt auch das Fest der dreimal neune( ant tryu dewinu)und schließt in sich eine Heiligung( sacrificium) aller Getreidearten, welche
1 Lud XIII 28: szydryj weczer( Peczeniżyń). 2 Zubrytzkyj, 39. 53.--3 Mannhardt, AWFK. 226. 228.- Hock, Griech. Weihebräuche, 60 ff, vielLit. 5 Wissowa, Religion und Kultus der Römer2, S. 236. 6 ib. 249 ff.
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