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Wie man den Polaženik wechselt, wenn man im verflossenen JahrUnglück hatte, so wechselt man auch den kum, Paten, wenn die Kinder sterben.Um einen glücklicheren Kum zu erlangen, legt die Babica früh zeitlich dasneugeborene Kind auf einen Gehweg und versteckt sich in der Nähe. Demersten Vorübergehenden, der das Kind aufhebt, ruft sie zu: E, nek je sasrećom, kume! Glück auf, Kum!". Wäre der Betreffende auch ein nackter Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag Zigeuner,so wird er trotzdem Taufpate 1.
Zum Schluß sei noch erwähnt, daß bei den serbischen Grenzern auch amFaschingsmontag, čisti ponegjelak, welcher als Beginn der Osterzeit vielAnfangszauber aufweist, der erste Besucher kvočka heißt. Er wird mit einerDecke bedeckt, mit Hirse beworfen, ferner wird Stroh um ihn gestreut undangezündet. Ist er männlichen Geschlechts, dann wird es mehr männlicheKüchlein geben, im andern Falle mehr weibliche 2.Um Žumberak ver-meiden sie am Faschingssonntag Besuche, sonst müssen sie kvocati
§ 66. 5. Licht und Feuer, Zweige und Bäume.„ Das Anzünden vonfestlichen Lichtern und das Ausschmücken von Häusern und Plätzen mitfrischem Grün war stehende Sitte bei der antiken Neujahrsfeier. Zuletzterem Zwecke wurde im Süden der Lorbeer bevorzugt, dem man, wiePlinius bezeugt( hist. nat. XV 30), sühnende, unheilabwehrende Kraft beimaẞ...In der Neujahrsnacht und am Neujahrsmorgen trugen die in den Straßenumherziehenden Menschen Lorbeerzweige in den Händen... DieBewohner nördlicherer Gegenden waren gezwungen, den ihnen nicht zuGebote stehenden Lorbeer durch andere grüne Zweige zu ersetzen, so inGallien durch den Mistelzweig, der schon in der Druidenreligion einebedeutsame Rolle spielte. Ferner erscheinen unter den Surrogaten Efeu,Stechpalme, Buchs, Rosmarin und in den nördlichen Ländern Fichte undTanne" 4. Daß der Kalendenlorbeer in der Antike zum Schlag mit derLebensrute" verwendet wurde, ist zwar nicht ausdrücklich bezeugt, dochergab es sich wohl aus der ausgelassenen Stimmung der Feier, bei der das Volkmit Lorbeerzweigen in den Händen durch die Straßen zog, von selbst 5.
Den antiken Festlichtern entsprechen im skr. W.- Brauch die Kerzenund Fackeln(§ 36), wenngleich wir in diesem Punkte mit starker Beein-flussung von seiten der Kirche rechnen müssen( das Epiphaniasfest hieß inder alten Kirche Lichtertag), die ihrerseits im ersten Jahrhundert ihres Be-standes die Lichter verwarf, sie aber später zu unentbehrlichen Bestandteilendes Kultus gemacht hat. Bezüglich der Herkunft wissen wir, daß die Kerzevon Italien ausgegangen ist, die Lampe von Griechenland". Die naheliegendeGleichsetzung von Licht und Leben kommt in den serb. W.- Bräuchen deut-lich zum Ausdruck, besonders beim Mirbožanje, wo für jedes Familienmitgliedeine Kerze brennt, aus deren Licht und Rauch man Schlüsse zieht. DasHindurchtreiben des Viehs zwischen zwei Lichtern, wie es auch am Gjurgjev-dan üblich ist, findet sein Analogon in den Feuerbräuchen der römischenPalilien, eines am 21. April gefeierten Hirtenfestes, bei dem die Schafe durchein Feuer mit Stroh getrieben und mit Schwefeldämpfen beräuchert wurden 1.Daß die Kerze zu W., zu Neujahr und am Dreikönigstag brennt,charakterisiert sie als Neujahrslicht.
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1 SEZb 19, 101: Omolj.Arkiv VIII 335.- 4 Bilfinger, 64.Licht. Schröder, AR. II 220.
2 Begović, S. Gran. 105.- 3 Kukuljević,5 Bilfinger, 86. Schrader, R. L. s. v.