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Die Weihnachtsbräuche der Serbokroaten
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begrüßt, muß sich niedersetzen, damit die Hühner gut sitzen und Junge aus-brüten, und wird mit Mais beworfen, damit das folgende Jahr fruchtbar sei.Zum Schluß bekommt er das Wachs und macht sich daraus zu Hause eine Kerze.Eine Art P. sind, nach den Bräuchen zu schließen, auch die Haustiere,die in vielen serbischen Gegenden an diesem Morgen ins Haus geführtwerden( Ochs 1, Schaf, Hahn) 2.

Sonstige Weihnachtsbesuche.

§ 40. Allgemein vermeidet man Besuche am Christtag, vor allem wohldeshalb, weil man sich nicht der Gefahr aussetzen will, als erster zukommen und damit die Verantwortung für ein eventuelles Unglück imneuen Jahr auf sich zu nehmen. Eine Ausnahme bildet bloß der Schwiegersohn ³,

1 Škarić, Hs. 43( Valjevska Kolubara); Matić, Hs. 84( Kruševačka,Župa): der rechte Zugochs wird vom Hausvater mit dem üblichenGruß und Gegengruß hereingeführt. Ist das Tier mit dem rechten Fußeingetreten, so gilt das als ein gutes Zeichen für das neue Jahr. Man stecktihm einen Ringkuchen auf das rechte Horn und bestreut ihn mit Getreide-körnern. Dann lecken alle über der Herdkette aus einer Tepsija Honig undsprechen dasselbe, was sie nach dem Feuersprung gesprochen haben( s.§ 26).Hierauf wird der Kuchen auf dem Horn gebrochen, eine Hälfte bekommt er,die andere teilen die Hausgenossen. Schließlich führen sie ihn hinaus, spannenihn mit dem linken Ochsen in einen Wagen oder Schlitten ein und fahreneinige Schritte vorwärts, zbog napredka, wegen des Fortschritts". SEZb 7,122( Levač): der Ochs wird in die Kuća geführt, beim Herdfeuer beräuchertund mit einem Ringkuchen( am rechten Horn) beschenkt. Wenn er im Hauseoder an der Schwelle mistet, dann deutet das auf ein fruchtbares Jahr. Ist dasVieh fern vom Hause, dann trägt man diesen Ringkuchen hin. Ueber denBrauch in der Landschaft Gruža siehe oben S. 48. SEZb 15, 744( Morača):Man bindet den Ochsen an Holzscheite und steckt ihm einen Ringkuchenauf das Horn. WMBH IV 454( auf dem Glasinac): sie werfen Gersten-körner auf ihn und stecken ihm einen Ringkuchen auf das Horn.Jelić,§ 28( Vasojevići): sie stecken dem schönsten Ochsen inder Kuća auf das eine Horn eine brennende Kerze, auf das andere einenKuchen. Dann führen sie ihn dreimal um das Herdfeuer und dreimal um dasHaus. Schließlich nehmen sie ihm Kerze und Kuchen ab und führen ihn inden Stall. Schneeweis, Plivatal: Nach dem Essen führt man den Ochsenzwischen brennenden Kerzen herein; der Hausvater gibt ihm einen eigensgebackenen Kuchen sowie Speisereste, küßt ihn auf die Stirn, was nach ihmalle anderen tun. Beim Ein- und Austreten achtet man auf den rechten Fuß.Begović, 91( Serb. Grenzer): Man schmückt den hereingeführten Ochsenmit Blumen und bindet ihm ein Wergbündel an die Hörner, dann gibt manihm ein Stück Česnica und schüttet ihm ein Glas Wein ins Maul. Am3. W.- Tag macht der Hirt aus dem Schmuck eine Peitsche, kamdžija, dieman später beim Ackern verwendet. In Korjenica( ib. 94) füttert man ihn auseinem Korb voll Heu. 2 WMBH IV 455( Vlasinje): hier tränkt man denHaushahn mit Branntwein; das beste Schaf wird nach dem Essen in die Kućagebracht und mit dessen Füßen der Badnjak beklopft. Dann wird das Tiermit Hafer gefüttert. Laut mündl. Mitteilung stud. phil. D. Aćimović bestehtum Rudnik der Brauch, daß die Hausmutter nach dem Eintreffen des P. denHahn auf die Schwelle des Hauses stellt, damit er kräht. Zur Belohnung wirder gefüttert. Rajacsich, 120( Banat): außer dem gewöhnlichen P. kommtder Schafhirt des Hauses, welcher in der Frühe ein Schaf ins Zimmer bringt,sich dann auf den Boden setzt und in dieser Stellung von der Hausfrau mitGetreide überschüttet und reichlich beschenkt wird. Dem Schafe wird einBüschel gehechelten Flachses, povesmo, und ein Kolač um den Hals gelegt,worauf es vom Hirten in den Hof zurückgetragen wird". 3 Tanović, 97( Mazedonien): der Schwiegersohn kommt als erster gratulieren; am nächstenTag wiederholt er den Besuch mit seiner Frau: von der Tür bis zum Herdsind Teppiche und Decken gebreitet.

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