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Die Weihnachtsbräuche der Serbokroaten
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Dieses rührt ungezweifelt noch her aus dem vormaligen Heidenthum Glossar ::: zum Glossareintrag  Heidenthumals ein Ueberbleibsel deß heidnischen Glossar ::: zum Glossareintrag  heidnischen Haus- Götzen- Opffers. Es hat zwarsolche Gewohnheit in wenig Jahren ziemlich abgenommen, nachdem dieGeistlichen gar scharff dawider gepredigt; nichts destoweniger stecken Ihrerviele annoch in diesem Wahn- Glauben gar tieff und fest, daß, wann siesolches unterließen, sie das gantze Jahr durch weder Stern noch Glückhaben würden. Beweisen also diese Klotzen- Speiser, daß sie am geistlichemVerstande noch sehr klotzig und höltzern seyen".

Um die Mitte des 19. Jahrh. findet sich der Brauch noch vereinzelt bei denSlowenen um Görz( Ipavska dolina) 1, heute ist er auch dort schon erloschen.

Das Weihnachtsfeuer.

§ 26. Aus den meisten Berichten geht hervor, daß dem Weihnachtsfeuer, dasdie ganze Nacht brennen muß, eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Esunterscheidet sich von dem gewöhnlichen vor allem durch seine Größe 2; inmanchen Gegenden nennt man sogar sprichwörtlich ein großes Feuer ein Weih-nachtsfeuer: oganj, kao na Božić³. Die kultische Bedeutung ersieht man daraus,daß es vielfach der Mann entzünden muß. In der Gegend von Makarska( Dalm.)mußte er es früher aus Feuersteinen schlagen 5. Verschiedene Verbote zeigendie Verehrung, die man dem Weihnachtsfeuer zollt: man darf es nicht blasen 6,sondern muß es mit Zweigen fächeln'; man darf nicht bloßfüßig um den Herdgehen, man schürt es nicht mit der eisernen Feuerschaufel, sondern ver-wendet eine eigens aus Holz gefertigte oder hölzerne Stäbchen 10. Man

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1 Stepan Kociančić in Kukuljević Ark III 280( 1854): den Klotz nanntensie božič, legten ihn am hl. Abend aufs Feuer und beschütteten ihn mit Wein.2 SEZb 7, 216( Levač); SEZb 14, 88( Boljevac); Matić, Župa, Hs. 75;SEZb 7, 295( Kosovo); SEZb 7, 439( Skopska C. Gora); SEZb 20, 319( Boka, Dorf Dobrota); ZbNŽ XX 35( Bukovica); Pamučina, 68( Herz.).Gl. SUD. XII 252( Bosnien): hier heißt es in einem Weihnachtslied von derFeier der Hirten: Pa veliku vatru naložiše, tri drveta na vatru metnuše,d. h. ,, Sie zündeten ein großes Feuer an und legten drei Bäume darauf."3 SEZb 7, 299( Kosovo, Dorf Sirinićani). SEZb 14, 88( Boljevac):am 25. Dez. macht der Hausvater das Feuer allein an; SEZb 7, 279. 299( Kosovo): dieselbe Person, die das Feuer zu Sv. Ignjat angezündet hat, oftein Mann. 5 Kukuljević, Ark. V 330( 1859). Um Bar( ZbNŽ Í 97)tun sie es deshalb nicht, damit nicht der Wind den Weizen schüttle unddas Vieh nicht aufgebläht werde. Wer ins Feuer bläst, wird das ganze Jahran Blähungen leiden. 7 SEZb 7, 287( Kosovo). 8 Trojanović, Božić,SEZb 19, 76( Omolj): aus Buchenholz; nach Univ. Assist. Vlahovićwird sie um Kolašin aus einem vom Badnjak abgeschnittenen Stück geschnitzt,sie heißt ebenfalls veseljak. 10 Begović, S. Gran. 89,( Dorf Plaški): dieMädchen, welche am 25. Dez. früh zeitlich das erste Wasser holen, bringenzwei Haselnußstäbchen mit; mit diesen rührt man den Teig für die česnicaan, bringt sie damit auf den Herd und schürt glühende Asche darüber; auchweggenommen wird der ausgebackene Festkuchen mit diesen Stäbchen,welche badnjaci heißen. Bei allen Hantierungen mit ihnen muß man Hand-schuhe anhaben. Ibidem S. 93( Na Mašvini): In derselben Weise bäckt manhier früh eine Česnica und nach dem Mittagessen einen božićnjak. Ib. S. 96( Na Perni): die Mädchen spinnen, indem sie diese Stäbchen als Spinnwirtelbenützen, einen zauberkräftigen Faden, den man bis Neujahr auf einemKuchen, kovrtanj, liegen läßt. Man bewahrt ihn auf: wenn ein Haustiernicht harnen kann, braucht man es nur mit diesem Faden zu gürten undbald wird es geheilt sein; Lilek in den WMBH IV 431: die Bauern umFoča fertigen zum Schüren des Weihnachtsfeuers ein besonderes Stäbchen,vatralj, an; Pamučina, 56( Herz.): Anstatt der versteckten eisernen Feuer-geräte verwendet man eine hölzerne oder steinerne Schaufel und an Stelledes eisernen Sadžak oder Vatronog ,, Dreifuß" legt man zwei Steine.