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Menghin.
künstlerisch hochstehend nur eines bezeichnen( 63). Die anderen sindend nur eimehr oder weniger mittelmäßig( 4 a, 61 a, 127) oder ganz schlecht( 61 b).Tüchtig ist auch die alte Architekturmalerei des Pfleghauses inSt. Pankraz( 3). Als älteste Hausmalerei in Ulten überhaupt dürfte dieSonnenuhr von 1675beim Obern Partn in St. Wallburg zu bezeichnensein( 52). Von der künstlerischen Qualität der jüngeren Gemälde läßtsich noch weniger Gutes sagen. Sind es nicht überhaupt ganz gräß-liche Kunstverbrechen herumziehender Fassaner, so sind es doch fade,kunst- und geistlose Pinseleien städtischer Dekorationsmaler.
gangene
In älterer Zeit mögen wohl die tüchtigen Lanaer Dorfmaler, wiePichler, Tribus, für solche Arbeiten bestellt worden sein. Das ver-Jahrhundert hat aber mit diesen letzten Nachfahren derberühmten Tiroler Meister des 17. und 18. Jahrhundertes aufgeräumtund der Barbarei Glossar ::: zum Glossareintrag Barbarei der wandernden Maler freies Feld gelassen. Dieselbenstammen meist aus dem Fassatal. Die früheren Leistungen der Fassanerwaren oft nicht so schlecht, besonders was Dekoration von Truhen,Kästen und dergleichen anlangt. Denn auch in ihnen wirkte nochlange die große Tradition ehemaliger Kunstherrlichkeit der großenFleimser Maler nach. Dieselbe scheint aber im Laufe des 19. Jahr-hundertes gänzlich versiegt zu sein, und die herumziehenden Maler,denen sich schließlich immer mehr Elemente aus anderen Ländernbeigesellt haben, sind nun nichts mehr als eine beständige Gefahrfür die alten Kunstdenkmäler, die sie durch» Restaurierung«< aufsgreulichste verwüsten und dadurch meist für immer vernichten. DerFassaner schreckt vor keiner Arbeit zurück und erneuert für einMittagessen oder wenige Sechser ebenso gern die kunstlose Schmierereieines Vorgängers als ein verblaßtes Fresko der Gotik oder Renaissance.Die Namen dieser Leute bleiben meist unbekannt. Hie und da fälltes aber doch einem ein, zu signieren, vielleicht wenn ihm eineRestauration oder ein selbstgeschöpftes Werk besondere Befriedigunggewährt( 62, 143).
Ähnliches gilt für die zweite und dritte Gruppe des malerischenHausschmuckes. Auch Vertreter dieser treffen wir in Ulten nur selten( 5, 66, 41, 55, 110, 124, 128). Es sind Ölgemälde auf Holz oder Lein-wand, die meist an geschützter Stelle, am liebsten über der Haustürangebracht werden. Nicht ungern bittet der Bauer anderwärts, zumBeispiel in der Kirche, unbrauchbar gewordene Bilder aus und ver-wendet sie zu solchen Zwecken( 110, 128, s. a. 99).
Auch hier treffen wir, zwar seltener, Sprüche( 5, 41); dieselbenPatrone: die Muttergottes, vor allem die Maria Hilf( 5, 66, 41, 110),die heilige Familie( 124), an einem wassergefährdeten Hause auchden heiligen Johannes Nep.( 55). Während bei der früheren Gruppedie Wahl des Patrons eine ganz freie ist, da der Bauer den Heiligennach Wunsch bestellen kann, wird sie hier manchmal behemmt durchden oben erwähnten Umstand, daß man eben auch nimmt, was