Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde11 (1905) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
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11 (1905) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Sonuwendfest.

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Ethnographische Chronik aus Österreich.

Maibaumfeier.

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In der

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Gleich zu Anfang des Jahres während der Rauhnächte: Frigga's Umzug.Faschingszeit eine deutsche Kirmes; alte deutsche Volkstrachten. Dann Ostarafest mit Oster-feuer, Ostergänge. Walpurgisabend mit Jugendspielen, Volksbräuchen, daran knüpfendein Vortrag. Saatreiten am Stefanitag.Pfingstfest Wettlaufen,Vogelschießen, Hahnenschlagen, volkstümliche Spiele, Steinstoßen und-Werfen.Waldfahrt; an einer Quelle im Walde lagern; Ansprache über die Ver-gangenheit unseres Volkes. Erntefest: Umzug mit den bekränzten Schnittern undMichaelifeier: volkstümliches Pferde.Erntewagen Ausstellung der geernteten Früchte.Allerseelentag.Kirchweihtag, Schulfest.Hubertus-,wettrennen; wilde Jagd.Martini- oder Nikoloabend, verbunden mit Bleigießen, Schuhwerfen, Glückheben, Vorlesenalter Volkssagen. Schwing- oder Rockenabende für Frauen- und Mädchengruppen;Singen alter Volkslieder; Einüben der Volkstänze.

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Julifest. Silvesterabend."

Es wäre nur zu wünschen, wenn dieser vortreffliche Führer allseits Beherzi-H- er.gung fände!

4. Pauernball in Bautsch. Am 1. Februar 1904 fand unter massenhafter Bc-Leiligung aller Kreise aus Bautsch und Umgebung ein überaus gelungener Kostümballstatt. Namentlich verursachte die Bauernhochzeit" allgemeines Staunen. Im Saale konnteman an den Wänden folgende Dialektsinnsprüche lesen: 1. Möhlworm un ofenwormmacht die reichsten Pauern orm. 2. Kaltes Mahl und wormes Brot es na Pauern seiTod. 3. Wenn de Gäns zu Ostern ohn Eis thun stehndo warn sa zu Pfingsten einDrak rimgehn. 4. De grössten Pauern hon die timmsten Aräppel. 5. War de Garst ei derPutzwoch sät, hot wenich zu verkaifen und dar's Spinnradla erschlich dreht, hot wenichzu waifen. 6. Besser a Laus ein Kraut wie gorr ka Fleisch. 7. Der nischt derheiert undnischt erirbt bleibt a Battler, bis er stirbt. 8. Als versoffen fir san End es das besteH er.

Testament.

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5. Trachtenfest Ein Ausflug ins Thesstal" in Mähr.- Schönberg. DemGrundgedanken dieses am 11. Jänner 1904 stattgefundenen Festes wurde zunächst durchdie reichlich vertretenen Thesstaler Trachten, denen sich Volkstrachten anschloßen,sowie durch die urwüchsigen Gestalten des Bürgermeisters, seines Schreibers und seiner[ in der Ausübung ihres Amtes ungemein tatkräftigen Büttel Rechnung getragen. DieViererreigen wurden von durchschnittlich achtzig Personen getanzt, an welche sich anderevolkstümliche Tänze anschloßen,

Das ganze Unternehmen verdankt auch hier wieder der tatkräftigen Bundes-gruppe Schönberg des Nordmährer Bundes" sein vortreffliches Gelingen.H- er.

6. Schönhengster Volksfest. Dieses am Faschingmontag den 15. Februar 1904vom Männergesang- und Musikverein von Mähr.- Trübau veranstaltete Fest war volkskundlichdadurch sehr interessant, daß dabei alte Sitten, Bräuche und Tänze des Schönhengst-gaues zur Darstellung gelangten. Die Festordnung gliederte sich in drei Abteilungen:1. Abteilung. Festzug. 1. Trompetentusche( Fanfaren). 2. Maimädchen. 3. Schmeckoster-buben. 4. Sommer und Winter. 5. Todaustragen. 6. Nachtwächter. 7. Charfreitagschnarrer.8. Schnittergruppe. 9. Nikolo und Krampus. 10. Schönhengster Hochzeit( Musikanten,Kuchenprediger, Gemeindeschreiber, Brautpaar, Kranzeljungfer Glossar ::: zum Glossareintrag  Kranzeljungfer und Kranzelführer, Braut-frauen). 11. Schönhengster Volk. 12. Gäste. II. Abteilung. Volksmusik. 1. Trompeten-tusche( Festfanfare). 2. Streit des Sommers mit dem Winter( Wechselgesang). 3. Maie-singlied"( einstimmiger Gesang der Maimädchen). 4., Wos wird sich denn mei Honsgedenka( Männerchor). 5. Kuchenpredigt. 6. Nachtwächterlied. 7. Schöpskopffanfare( Alt-stadt bei Mähr.- Trübau). III. Abteilung. Tane. In der Tanzordnung wurden unteranderem folgende Volkstänze aufgenommen: Schirmerdörfler-, Stehts-, Plotsch- undTüchlatanz. Nach Mitternacht endete dieses schöne Volksfest mit einem feierlichen Baẞ-begraben".H er.

7. Heimatskunde. von Mistek und Umgebung. Der Deutsche pädagogischeVerein von Mistek und Umgebung beschloß die Herausgabe einer Heimatskunde seinesBezirkes. Wir können diesen Entschluß um so freudiger begrüßen, als es bisher in