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Haudeck.
ohne Sauerkraut nicht gut denkbar waren, genießen. Im Bauernhausehatte man selbstverständlich auch Mehl, Milch, Eier, Butter, Quark, Käse,Reibkäse, Quargeln, Mohn, so dass man z. B. zum Kuchenbacken eigentlichnur Zucker, etwas Gewürze, dann Salz und Hefe zu kaufen brauchte.Die« Hefen»(« Hejfen») brachte so ziemlich jede Woche das Hefenweib Glossar ::: zum Glossareintrag Hefenweibin einer Butte aus dem Bräuhause, doch wurde gar oft damit das Gebäckverschwärzt und verbittert; deshalb kamen die Presshefen rascher in dieMode, und das Hefenweib Glossar ::: zum Glossareintrag Hefenweib ist größtentheils sammt ihren jederzeit vor-räthigen Neuigkeiten verschwunden. In manchen Häusern machte mansich auch die Graupen, Grapp'n genannt, in der eigenen Graupenstampeselbst. Den Mohn baute man überall an, denn man hatte ihn gern alsSchmiere oder« Draufthue» auf den Kuchen, Dalken, Libanzen, gab ihnin die Pfannbuchte und in den Gugelhupf. Mehl wurde wenig und seltengekauft, denn in den Bauerhäusern benützte man zumeist das selbsterbauteund gemahlene; größere Besitzer säeten ja auch selbst ihren Weizen, auchwurden Gerstenmehl und das bessere Kornmehl nicht bloß zum Brotbacken
benützt. Erdäpfel, Bohnen, Linsen, Erbsen, Hirse, Pflaumen, Äpfel,Birnen, Kirschen, und Nüsse, auch Pfirsiche und Aprikosen bauteman selbst. Wurde Fleisch gebraucht, so waren ja Gänse, Hühner,Enten und Tauben da, von denen nöthigenfalls einige zum Opfer fallenkonnten. Doch geschah dies nur in seltenen Fällen, denn eine wirtschaft-liche Hausfrau« machte das alles lieber zu Gelde», als dass sie es aufden Tisch gebracht hätte. Nur die« hehren Zeiten», Ostern, Pfingsten,Weihnachten, das Kirchenfest, die Kirmst, Taufe oder Hochzeit machteneine Ausnahme. Jährlich wurde gewöhnlich zu Weihnachten ein Schweingeschlachtet. Da gab es Fett und Fleischvorrath bis in den späten Sommerhinein, denn die« Schrietel» und der Speck wurden geräuchert und dannaufbewahrt. In größeren Bauernhäusern kam wohl auch noch ein zweitesSchweinschlachten vor. Butter, Quark, Käsel und Quargel wurden,.namentlich, wenn neumelke Kühe im Stalle standen, viel mehr erzeugt,als das Haus selbst brauchte; deshalb gieng die Hausfrau oder ihre Tochterdamit<< zu Markte» und kaufte dann für den Erlös Verschiedenes für dieKüche, auch wurde noch manches andere an Kleidungstücken dafür an-geschafft, so dass des Vaters Kasse nicht immer in Anspruch genommenwerden musste.
Doch kehren wir zu unseren Küchenräumen zurück. Mit dem Spar-ofen, der seine Platte in der Stube hatte, musste nothwendiger Weise derKüchenraum mehr und mehr in die Wohnstube hineinrücken, denn nunwurde ja den größten Theil des Jahres in derselben gekocht, wenn auchdie Feuerungsstelle immer noch im Vorhause verblieb. Dadurch ist esauch erklärlich, dass in der Nähe des Ofens die Küchengeräthe, die sehreinfach waren, dort ihren Platz finden mussten. Am Ofen selbst aberbefand sich der Ofentopf, zur Hälfte herausschauend und mit einemhölzernen Deckel zugedeckt. Im Ofen stak die Bratröhre, die bei diesenalten Kachelöfen bloß von Thon war und mit einem hölzernen Schieberverschlossen wurde.