Kleine Mittheilungen.
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( Genesis Cap. 18); das zweite Bild zeigt jene zwei Engel, welche die in Lots Hauseindringenden Sodomiten mit Blindheit schlagen( Genesis Capitel 19). Der größte Theilder sehr sorgfältig gearbeiteten hübschen Bilder sind gut erhalten und zeigen noch frischeFarben. Weitere interessante, wahrscheinlich aus dem Pinsel Wenzel Schmidts( Schmitts)stammende Bilder, vierzehn an der Zahl, befinden sich im oberen Geschoße desHauses Nr. Cons. 147/ II. Sie sind auf Leinwand gemalen, an Holzstäben befestigt unddienten als Zierde der Wände eines einstigen< Tanzbodens(= Tanzsaales)». DiesesHaus war zu seiner Bauzeit( 1728), an der alten Heeresstraße gelegen, die die Stadt Plan imHalbkreise umgieng, als Wirts- oder Einkehrhaus gebaut worden und enthielt, jedenfalls alsRarität, im ersten Stock einen« Tanzboden». Der Volksmund heißt hievon das genannte Hausheute noch< ban Tonzbua( d) n». Diese vierzehn Bilder sind im oberen Geschoße des genanntenHauses folgendermaßen vertheilt: An der gegen Osten gelegenen Wandseite befinden sich dreiBilder, und zwar: 1. Der Frühling. Ein Gärtner bearbeitet den Garten. 2. Der Morgen.Ehepaar entsteigt bei Sonnenaufgang dem Lager. 3. Vier Musikanten und hiezu folgender Vers:<< Bey Musik fünd man freud,
da ist ein Lustigẞ Leben,
Wan man zu Jederzeit
nur hat brauf geld darneben.»>
Ein
An der Südseite sind vier Bilder angebracht, nämlich: I. Vier Musikanten und
folgender Vers:
< Habt acht, ihr Herren, dass hie
kein falscher thon erkling,
auch von der geigen nie
in tantz ein seit abspring:>
2. Der Sommer- Schnitter und Hirten auf dem Felde. 3. Mittag. Schnitter und Hirten-halten Mittagmahl. 4. Tanzscene mit folgendem Verse:
« Ich leb hier gantz condent
bei holden Amors Blicken,
wan ich die liebes Händ
kan in dem tantze drücken.>>
An der Westseite befinden sich sechs Bilder, und zwar: 1. Eine Tanzscene mitfolgendem Vers:
< Auf einen kleinen tantz
schmeckt gut ein Gläßlein Wein,
wo nicht, so thut das Bier
Den Durst auch stillen ein.>>Obsternte. 3. Abend.
2. Der Herbst.Hirten treiben die Herde nach Hause, eineZiege stößt einen Knaben in die Kehrseite. 4. Ein Gastzimmer. Ein Mädchen schenkt Bier ein.5. Winter und 6. Mitternacht. Die letzten zwei Bilder konnte ich nicht genau beaugenscheinigen,weil der Raum, dessen Wände sie zieren, als« Heuboden» benützt wird.
An der Nordseite, zugleich Aufgangsseite zum oberen Geschoße ist nur ein Bild ange-
bracht, ein Wirt begrüsst Gäste und hiezu folgende Verse:
< Willkommen, mein lieber Gast und Freund, es freuet mich gar sehr,
dass in mein Hauße kommen heint die Gäste gerne her,
Obschon die Neyder hin und her mir solches nicht vergönnen,
so kommen doch der Freunde mehr, die sich aufrichtig nennen.
Ich seh ja alle Gäste gern, sobei mir kehren ein,
Es seien arme oder Herrn, so schenk ich ihnen ein,
Was soll ich also bringen her, ein Glaß wein oder bier,
auch musikanten nach begehr, können sie haben hier.»>
< Grüß Gott, Herr wirth, ich komme her, in dieses sommer Hauß,Wan ich hier einkehr, fliehen mir gleich meine grillen aus,
Es ist zu finden alles hier, dass was mein Herz erfreut,
so will ich hier in süßer ruh, machen meine lustbarkeit;