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Piger.
Hopp, hopp, Eselmann,
Die Katze reitet die Stiefel an,( d. h. zieht sie mit Gewalt an).Reitet damit nach Hollabrunn,( das an der Brünner Straße liegt)Sitzt ein Büblein auf der Sunn( Sonne)
Wie muss es heißen,
Böcklein oder Geißchen,
Wer muss die Windeln waschen?
Die Ahn,( Großmutter) mit der Plaudertaschen.
Der Beziehung zur mythologischen Brunnenfrau sind sich die Altennatürlich nicht mehr bewusst.
Zum Schlusse sei noch erwähnt das Gedicht von Rud. Baumbach:« Frau Holde». Es enthält volksmäßig erzählte Sagen von Frau Holdeund köstliche Lieder. Der mächtige Zauber des alten germanischen Götter-glaubens tritt zu Tage bei dem Besuche Frieders am Hollenstein.
Seine Hinneigung zu der heidnischen Glossar ::: zum Glossareintrag heidnischen Götterhexe wird schwer ge-straft, indem er geblendet wird. Ilse, das von ihm geliebte Schäferkind,ist darob untröstlich. Sie sucht das Heilkräutlein Augentrost und dazuverhilft ihr die Liebesgöttin Frau Holde. Der alte Schäfer heilt ihrenFrieder, der dann beim Holdenstein singt:
Wach' auf, Frau Holde im hohlen Stein
Und steige aus deinem Schacht,
In Gnaden neige dich den zwei'n,
Die selig du gemacht."
Das Schnaderhüpfel in der Iglauer Sprachinsel.Von Franz Paul Piger, Iglau.
Man ist geneigt zu glauben, die Alpenländer allein seien der Sitzder Schnaderhüpfeln. Dem ist aber nicht also; auch anderwärts werdendiese Kindlein des Augenblicks geboren. Unsere Sprachinsel wenigstensist so reich an diesen Liedchen, dass ich keine Gegend in den Alpenkenne, in der selbe häufiger ertönten als auf unseren Hügeln. Es ist zwarunsere ländliche Bevölkerung österreichisch- bayerischen Stammes wie diedeutschen Alpenbewohner, immerhin aber ist es zu verwundern und einBeweis ruhiger, selbständiger Fortentwickelung, dass ein so kleiner Volks-splitter die Liedchen, die er aus der früheren Heimat mitgenommen, nichtbloß beibehielt, sondern sie auch noch Jahr für Jahr vermehrte. Man er-sieht daraus, wie sehr diese Liedlein dem Volke ins Herz gewachsen, wienothwendig ihrer gerade der österreichisch- bayerische Bauer bedurfte, umseinem Seelenleben, der Lust und dem Schmerze, der Liebe und dem HohneAusdruck zu geben.
Dass aber alle diese Liedlein auf dem Boden unserer Sprachinselentstanden, will ich durchaus nicht behaupten. Wir sind mit unserenStammesgenossen an der Donau und südwärts derselben in viel engererFühlung, als man bei der räumlichen Entfernung denken sollte. Tiroler-,Kärntner- und Steirerlieder werden hier ebenso gern gesungen wie in ihrereigentlichen Heimat, und wir haben wahrhaft Grund für diese schönste