Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde2 (1896) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
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2 (1896) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Neubauer.

Kohlweißling. Weißă Feuǎfàlk.

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Die Raupen, welche dem

Grundbesitzer ein Gräuel sind, heißen Krautwürmǎ.Motte. Mon, plur.¹)

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Fliege. Flöigh. Wöi ǎ Flöigh bezeichnet körperlicheSchwäche, Mattigkeit, Hinfälligkeit. Mått wöi å Flöigh.²) Deǎnörghåt( ärgert) d'Flöigh àǎª Wänd.³) Scheißdreekflöigh( Scatophaga stercoraria), eine schmutziggelbe Fliege, die sich gerne aufmenschlichen Excrementen aufhält.Zwou Flöign mid àin"- in der Noth

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Schlog.4) In Nàuth frisst Teufl Flöignnimmt man mit allem vorlieb. Flöignschüs, stercus muscae. 5) Flöign- ăn, ein Garngewebe, das man über die Pferde gibt zum Schutzegegen Fliegen und Bremsen.) Flöignklåtschn zum Tödten derFliegen.)

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Bremse. Breămă( der).³) Aa gäih" wöi ǎ Breămămit Kraft und Gewalt über eine Sache sich hermachen. Breămăbisn³) làuǎein rohes Spiel der Knaben, indem sie einer Bremseeinen Strohhalm in die hintere Leibesöffnung stecken und sie dann damitin die Luft surren lassen.

Mücke. Muck( der). 10)

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Muck, häufig Familienname und Hof-name. Muckn hom, Muckn in Kuǎpf hom, Grillen, Launenhaben. 11) A" Muckn füǎ¹ ǎª Öllǎ fàntn( Elephanten) à ǎ" seah. 12)Wenn d'Muckn spüln( spielen), wenn sie in der Luft tanzendspielen, bedeutet es schönes Wetter, 13) wenn sie stechen, Regenwetter.Flàugn, Flöhe fangen. 15)

Floh. Flàuch.14)

kàǎ Flàuch mäinǎ( mehr) Phrase für gestorben sein.Wasserjungfer Glossar ::: zum Glossareintrag Wasserjungfer. Libelle.

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Deǎn beiẞt

Kirwǎdockn( die), Kirchweihdocke.

Ohrwurm.

· Auǎhüllă, Ohrenhöhler. 16)

1) Ebenso nied.- öst., Hof. 23.

2) Vgl. Gr. Wb. III, 1780, Sand. I, 461.

3) Vgl. Gr. Wb. III, 1780, Sand. I, 461.

4) S. Gr. Wb. III, 1780.

5) S. Gr. Wb. III, 1786.

6) S. Adelg. II, 207, Sand. I, 541, Gr. Wb. III, 1787.

7) S. Gr. Wb. III, 1787, Adelg. II, 207, Sand. I, 924.

)

8) Mhd. brëme, brem m. Lex. I, 348, bair. Brem, Breme f. Schm. I, 258; Schmid96; vgl. Breme m. in Gr. Wb. II, 362; auch bei Sand. I, 209 mundart!. Brem e f.; Adelg. II, 482,9) S. Anm. zu: Schnecke.

10) Mhd. mücke, mucke, mügge, mugge f. Lex. II, 2211; Mucke auch bei Sand. II,

336; Mucken f. Schm. II, 549.

11) Hat mit Mücke nichts gemein; vgl. Gr. Wb. VI, 2605, 2606, 2609, Adelg. III, 295,Sand. II, 336, Schm. II, 549.

12) Vgl. Gr. Wb. VI, 2608, Hüg. 110, Sand. II, 336, ebenda I, 461 auch die Fliegefür einen Elephanten ansehen.

13) Vgl. Sand. II, 336.

14) Mhd. vlôch, vlô m. Lex. III, 409; Kärnt. Floach m. Lex. KW. 99; bei Kn.227, Flug; nied.- öst. Floch, Hof. 47; s. Schm. I, 587.

15) Kärnt. floach- n, fleach- n Lex. KW. 99; flöhen, Schm. I, 587.

16) Kärnt. O arnschliefer Lex. KW. 220; schwäb. Ohrenfizler Schmid 193;nied.- öst. Ohrhöhln, Ohrwaschelkralla Hof. 82; bei Adelg. III, 601, 603, Ohren-höhler; bei Schm. II, 550, Ornmückel, Ornhell. S. Gr. Wb. VII, 1263.