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nach eingehender Bestandschilderung mit guter kulturgeographischer Begründunggegen die bisher zumeist vertretene Auffassung vom slawischen Ursprung dieſerSitte, da ein verwandter Brauch durch Burchard von Worms um das Jahr 1000auch für Deutschland bezeugt ist, und Entsprechungen außer bei den Rumänenbei den Türken in Kleinasien, den Armeniern im Kaukasus wie auch noch inNordafrika zu finden sind. Bemerkenswert ist auch die Heranziehung vonSchädeln aus Gräbern gewaltsam Verstorbener für den Regenzauber, Hdt.
Gertrud Palotay: Ungarische Volkskunst in Siebenbürgen,Budapest o. J. Officina Hungarica( Herausgeg. von E. Kenyeres u. E. W.Trencsényi), 37 S., 32 Abh.
Ein mit guten Bildern ausgestattetes Büchlein, deſſen flüssig geschriebenerText über Eigenart und Herkunftsbeziehungen der Volkskunst madjarischerPrägung in Siebenbürgen Aufschluß gibt. Eindringendere Forschung wird denZusammenhang der Bauernkeramik wie auch der Leinenstickerei mit dem ent-sprechenden deutschen Kulturgut noch ausgiebiger erweisen können, anderseitskommen im Zierschatz der Stickereien deutlich auch schon östliche Stileinflüſſezur Geltung. Die Möbelmalerei entspricht am weitestgehenden deutschen Vor-bildern, hat sich aber gleichfalls in stilvoller Eigenart entwickelt.
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Frių Koberg: Lieder und Taten. Deutsche Volksgeschichte im deut-schen Volkslied, 452 Seiten, Prag, Noebe& Co., 1943.
Das Volkslied, das aus dem Erlebnis deutscher Geschichte Gestalt empfing,einer Schilderung des Zeitgeschehens einzupassen, ist ein ansprechender Gedanke,der der Arbeit Kobergs als einem besinnlichen Lesebuch in unserer Jugend wohlFreunde schaffen wird. Dieser Einbau ſtellt sich für die Zeit der Kreuzfahrer,Geisler usw., auch der Hanſa, Diethmarschen, Schweizer, Hussiten vorerst abernoch etwas skizzenhaft dar. Anschaulicher ſpiegelt sich der Zeitgeist schon in denLandsknechtliedern und solchen aus dem Dreißigjährigen Kriege, aus der ZeitFriedrichs des Großen, der Freiheitskriege, des Vormärz, 1848, und aus demWeltkrieg. Jm Anhang ist ein eingehender Schriftweiser zu finden, der mit demText aber nicht näher verknüpft iſt. Der Verzicht auf gleichmäßig eingehendewissenschaftliche Hinweise und Quellenangaben hält das Buch zwar lesbarflüssig, wird aber von dem, der sich, angeregt von der Darstellung, tiefere Er-kenntnis holen möchte, als Mangel empfunden werden.Hdt.
Herausgeber und Eigen ümer: Verein für Boltstunde( Präsident prof. Dr. A. Haberlandt). Berantwortlichfür den Inhalt: Prof. Dr. Arthur Haberlandt, für den Berlag: Robert Mucnjak, beide Wien, VIII.Laudongasse 17.- Druck von Ferdinand Berger, Horn, Niederdonau.