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dann die ganze Nacht hindurch bewacht und genau vor Sonnenaufgangangezündet( Abb. 4). Man glaubt, daß dieses Osterfeuer Segenbringt und verwahrt deswegen die Kohlenresie als segenbringend. Eswird aber manchenorts auch das Feuer schon am Karsamstag abendsvon dem Scheiterſeuer, das der Mesner in der Nähe der Kirche fürdas Mörserabfeuern angezündet hat, nach Hause gebracht.( DerMesner in Samobor hatte geglaubt, in diesem Feuer müßten alteHolzſtatuen, die früher an den abgebauten Altären ausgestellt undam Kirchendachboden aufbewahrt waren, verbrennen.)
Schon am Ostersonntag nachmittags fängt das öffentliche Tanzenan; man singt fröhliche Lieder dabei, denn der Frühling' iſt da, man.pflegt von da an, sonntags, unter freiem Himmel einen„ Kolo“-Tanz
Abb. 5. Frauen mit Weihkörben in Remetinec bei Agram.( Aufn. Lj. Topali.)
auszuführen( die Fastenzeit ist beendet). Die Kinder wurden schonvormittags mit bunten Ostereiern beschenkt. Sie gehen in Nachhar-häuser und zu den verwandtschaftlichen Familien gratulieren und wer-den auch dort beschert. Mit diesen Ostereiern treiben sie dann ihreGewinnspiele: das Anstoßen der Eier, das Treffen mit einer Kupfer-münze.
Von den eingesegneten Oſterſpeiſen verzehrt man jeden Tag( vomOstersonntag an) ein klein wenig, bis alles verbraucht ist. An diesenOrten werden recht große Körbe zur Einſegnung gebracht, da nach derGröße der Körbe der Wohlstand des Haushaltes unter den Nachbarnbeurteilt wird( Abb. 5).