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feinere Bedachungen, werden zum Teil auch gehobelt. Als Bedachung verlegtdürfen sie aber erst werden, sobald sie gut ausgetrocknet find. Andernfallswürden sie sich an der Sonne stark werfen, windschief verziehen und ein.schlechtes Dach abgeben. Sind alle Vorkehrungen richtig getroffen, so hält einsolches Dach zwei bis drei Generationen. Nach Jahren, oft erst in der zweitenGeneration, wird das nicht genagelte Bretterdach umgelegt, wir sagen: Dachüberlegen. Da wird das Dach so abgelegt, daß man die Bretter alle aufHäuschen zusammen tut. Jetzt werden sie von neuem geputzt, das heißt, eswird das Faule und Schlechte weggehackt. Was dadurch weniger Bretter wersden, wird durch neue ersetzt. Die alten Bretter werden nun aber so verlegt,daß jedes umgekehrt wird. Da wird also der Teil vom Brett, der früher indas Dach hineingestanden ist, also dem Wetter nicht ausgesetzt war, herausstehengelassen und der andere, schon beanspruchte Teil, hinein verlegt, so daßder nun geschützt ist und der Teil, der früher geſchüßt war, nun dem Wetterausgesetzt ist. Je älter ein solches Dach wird, je öfter muß es geputzt und über-legt werden. Genagelt wird bei diesen Dächern höchstens nur der„ Schwal“,d. H., der über das Haus vorstehende Teil des Daches, Vordach oder Fürdach ge=nannt. Wird ein Dach aber ganz genagelt, so heißt das auch bei uns nicht„ Bretterdach", sondern„ Schindeldach". Für das Schindeldach werden vielseinere, nur ganz gerade und viel kürzere Schindel verwendet, die auch wirSchindel nennen. Darum und weil wir die großen und längeren Schindel, diefür ein ungenageltes Dach verwendet werden, Bretter nennen, sagt uns derAusdruck Schindeldach oder Bretterdach allein schon, ob es ein genageltes oderein mit Steine beschwertes Dach ist. Die genagelten, also die Schindeldächer,sind durchwegs steiler und werden nicht überlegt, sie halten aber auch ohnedemsehr lange, weil hier das Wasser viel rascher abfließt und sie viel früher ausstrocknen, als die wenig steilen Bretterdächer. Ein Schindeldach kommt natürlichviel teuerer, als das einfache Bretterdach.
Baumschießen.
Auf mein Ersuchen hin brachte mir mein Kollege, Tischlermeister VinzenzBrandstätter, von Daheim eine alte Schießbuchse, wie sie früher und auch heutenoch zum Holzschießen verwendet wird. Nach dieser habe ich eine richtig kon-struierte Schießbuchse gezeichnet. Mit dieser geht das Schießen von Baum-stämmen recht einfach vor sich. Die Buchse wird geladen, indem man zuerst einStück Zunder( Zündschnur) einsteckt, dann die Bohrung mit Pulver füllt, aberja so, daß kein Luftraum, also kein leerer Raum bleibt, und verschließt sie amEnde mit einem Pfropfen oder mit Papier oder Werg. In den Baumſtammwird ein passendes Loch gebohrt, das eventuell noch mit einem Weitner er=weitert wird, bis man die Buchse hineinbringt. Durch das Öhr der Schieß-buchse steckt man eine Eiſenſtange, oder wenn man das nicht hat, einen Hart-Holzknüttel und schraubt sie so mit Gewalt recht fest und ganz hinein, bis sieam Ende des gebohrten Loches aufsitzt, siehe die Skizze neben der Schießbuchse.Die Schießbuchse muß natürlich mit einer Kette oder einem Strick angehängtwerden, da sie sonst hoch in die Luft geschleudert wird und kaum mehr zufinden ist! Ist nun alles vorbereitet, so zündet man die herausstehende Zünd-schnur an und entfernt sich weit genug weg, um einen Unfall zu verhüten. Hatman keine folche Schießbuchfe, so wird ein kleineres Loch in den Stamm ge=