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Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib in die einſame Jagdhütte im Walde zum König. Nachdem er fürdie Nahrung Heischende Roß, Hund und Falken geschlachtet hat und ihraus der zusammengenähten Roßhaut Wein zu trinken gegeben hat, ver-langt sie bei ihm zu ruhen. Am Morgen ist sie das schönste Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib. Ineiner englischen Ballade") wird Gawan in ein ähnliches Abenteuerverwickelt, das aber bereits anderen Zwecken dienstbar gemacht ist. Da-nach hat Chaucer sein„ Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib von Bath" gedichtet, das die ursprüng-liche Vorlage immer noch deutlich genug erkennen läßt³).
Zuweilen geschieht die Entzauberung dadurch, daß die zu entwan-delnde Gestalt zu Füßen eines Brautpaares in der Hochzeitsnacht ruht ³).
Eine weitere Vorausseßung für das Gelingen der Erlösung ist, daßder Jüngling noch nie ein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib berührt hat( 6; 10). Durch geschlecht-lichen Verkehr mit einem anderen Weibe Glossar ::: zum Glossareintrag Weibe( 6) wird die Erlösung unmög-lich gemacht( Motiv der Untreue). Zuweilen muß der Erlöser ein Priestersein( 34,5), offenbar deshalb, weil die Priester, besonders die katholischen,als Dämonenaustreiber von gewissen Leuten hochgeschätzt wurden. Wei-tere Abschwächung und Verwirrung reißt damit ein, daß der Befreierneben der zu Erlösenden auch den schwarzen Hund, den Wächter, küssenmuß( 24,1), daß er ihm drei Streiche gehen oder ihm dreimal den Kopfstreicheln muß( 5; 14,2)). Das aktive Vorgehen wird in ein passivesdadurch umgewandelt, daß der Erlöser geküßt( 5) wird oder die Jung-frau Glossar ::: zum Glossareintrag frau dreimal über sich hinweg wälzen lassen muß( 34,1). Andere Be-dingungen für den Erlöser sind: nicht sprechen dürfen( 19), ſich nicht ausdem Schlosse entfernen( 34,6). Die bekannte Bedingung, durch einenSpalt im Baume zu schlüpfen, um sich von Krankheit zu befreien, findetsich hier in eigentümlicher Gestaltung: die Schlange kriecht hinter denAltar und kommt auf der anderen Seite als schöne Braut hervor( 9,3).Der Altar ersetzt hier das Heiligste in volfseigener Anschauung: denBaum( vgl. Spieß- Mudrak, Deutsche Märchen deutsche Welt, S. 207,212).
In vielen Fällen hintertreiben die Eltern oder der Beichtvater dasErlösungswerk, die offenbar die Rolle des Weibes Glossar ::: zum Glossareintrag Weibes in der Binnenweltübernehmen. Es kommt auch vor, daß der Erlöser zwar die Bedingungerfüllt, aber die zu Erlösende tötet ihn( 9,7). Diese Ausprägung istnicht ohne Bedeutung. Sie ist eine offensichtliche Verkürzung. Der In-halt unserer Überlieferung ist ja der, daß der Held von dem ihre Gestaltwechselnden Weibe Glossar ::: zum Glossareintrag Weibe immer wieder getrennt wird, beziehungsweise, daß eran ihr zu Grunde geht, und daß immer wieder ein anderer Mann anseine Stelle tritt.
Gestalt wandel der zu Erlösenden. Der Gestaltwandelist ein einfacher, d. h. aus der häßlichen Tiergestalt wird ein schönesWeib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib, oder wir haben eine Reihe von Dunkelgestalten, nämlich drei ent-sprechend den drei Küssen, vor uns. Die zu Erlösende tritt oft als schönes
7) Child, Nr. 31.
8) E. Tegethoff, Märchen, Schwänke und Fabeln, München 1925, S. 311.9) E. Rittershaus, Die neuisländischen Volksmärchen, S. 7, 34, 37, 46,59, 74, 84, 135, 204.