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Wirtschaftsführung auch auf das Bild der Stadt und der Vorstädte. Auch diereligiöse volkstümliche Kunst wird ausführlich gewürdigt und das Stadtbilddurch bemerkenswerte Bildbeigaben anschaulich gemacht.
A. Haberlandt.
Michael Unterlercher: In der Einschicht. Das Leben einesKärntner Bergbauernbuben. Erinnerungen eines Siebzigjährigen. St. Ruprechtbei Villach, Selbstverlag 1932. 240 Seiten, Titelbild, 18 Abbildungen und Plan.Die von O. Moro liebevoll einbegleitete und in allen mundartlich sehrlesbar wiedergegebenen Abschnitten sorgsam überprüfte Schilderung gehörtwohl zum wahrhaftigsten, was über Bergbauernleben, seinen schlichten,unverdrossen, wahrhaft evangelischen Sinn in Müh und Arbeit geschriebenwurde. Es mutet uns Oesterreicher heimatlicher an, als das formgebundenereLeben, das Jeremias Gotthelf schildert. ,, In Kastengartlan“, die Gsetzl'n von,, Ostern" bis zum„ Garmlögn“, der„ Winter- Samstig in der Oanschicht“ undallerhand Zuständen sollte man die Jünger der Volkskunde auswendig lernenlassen, bevor man ihnen die zünftlerisch schulmeisterlichen Kulturphilosophienübermacht, die Sinn und Art des Bauernlebens mit Feder und Papier oder demKalender seines„ Brauchtums Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtums" erfassen wollen. Nur Jos. Blau ist gleicher-maßen auf das wesentliche von Bauernleben und Bauernart eingegangen, diemehr aus sauren Wochen denn aus frohen Festen gestaltet vor uns stehen.A. Haberlandt.Fronleichnams-
Alois Mitterwieser: Geschichte derprozession in Bayern. München, Knorr und Hirth, 1930. RM 4.90.Trotz der großen Bedeutung des Fronleichnamsfestes gab es bishernoch keine Monographie über den Tag selbst, sowie über den Festbrauchdes Tages, besonders über die Geschichte der Prozession. Nun ist Bayern alserster deutscher Landschaft eine derartige Spezialarbeit beschert worden;auf Grund reichster archivalischer Quellenarbeit hat der Verfasser es ver-standen, die Geschichte dieses Festbrauches durch die Jahrhunderte zu ver-folgen. Der Weg von der Einführung des Festes ,, das Fest bedeutet abernoch nicht die Prozession"( Seite 9) wird bis ins 19. Jahrhundert verfolgt;er führt über die Höhepunkte der gestaltenden Volksfrömmigkeit, über dasSpätmittelalter und die Hochbarockzeit, Zeiten, welche Gipfelleistungen inder Kunst wie im religiösen Leben brachten, welche getragen wurden voneiner tief gehenden Vokskultur und einem lebendigen Gottesglauben. DieDarstellung dieser Zeiten, sowie der dazwischen liegenden ist Mitterwieserfür sein Arbeitgebiet wohl gelungen. Eine ungemein wirkungsvolle Unter-stützung des Textes bilden die 52 Abbildungen, welche technisch zum großenTeil hervorragend, ferner. aber auch sehr gut gewählt sind. Bringen sie dochein teilweises fast unbekanntes Material und sind außerdem durchaus nichteinseitig. Wir sehen Prozessionsstangen des Mittelalters, Prozessionsaltäreder Barocke genau so wie etwa Beispiele von der bekannten FreisingerFronleichnamskunst.Leopold Schmidt.
Teil.
Mecklenburgische Volksüberlieferungen. Gesammelt und herausgegebenRichard Wossidlo. Band IV: Kinderreime, ersterC. Hinstorff, Rostock( 1931). Preis geh. Mk. 8.—.
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