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so stammen die diesbezüglichen Mitteilungen größtenteils aus demAbsolventenkreis der Landes- Land- und Hauswirtschaftsschule
Winklhof in Oberalm, Salzburg.
Vergl. von Havorka- Kronfeld: Vergleichende Volksmedizin I. und II. Bd.Wuttke: Der deutsche Volksaberglaube, Hamburg 1860, S. 82 f. Hrodegh:Religiöse Primitiverscheinungen Glossar ::: zum Glossareintrag Primitiverscheinungen, Zeitschr. f. öst. Volksk. Wien 1918, S. 117 f.Weinkopf:, Volksheilkunde“( Volksbildung, öst. Bundesverlag, Heft 11/12,1927. Eppinger: Aus der tierärztlichen Praxis im Bezirke Ried.
„ Das Maukenstecken".
Als„ Mauken",„ Kohlnoar" oder„ Kohlwutzl” wird in Salzburgund Tirol eine Klauenkrankheit der Rinder bezeichnet, welche amhäufigsten bei andauernder Trockenheit auf der Weide auftritt( Panaritium). Es ist entweder nur ein Fuß davon betroffen oderauch mehrere. Die Tiere können nicht auftreten, gehen stark„ krumm" lahm) und sind um den„ Haarpreis" herum stark ver-schwollen. Man verwendet Steinöl, Terpentinöl, Teer, macht Ader-lässe am Ballen des kranken Fußes und wendet auch heute nochvielfach das sogenannte„ Maukenstechen" dagegen an. Im Lungauwird dieses Mauckenstecken folgendermaßen geschildert: Daskranke Rind wird aus dem Stall gebracht und auf einer Grasflächeaufgestellt. Es soll dies bei Sonnenaufgang geschehen. Anderesagen, das Rind müsse gegen Sonnenaufgang stehen. Der Rasen,auf dem das Tier einige Zeit gestanden ist, wird der Form desFuẞes entsprechend ausgestochen und umgekehrt, d. h. mit demGras nach unten, auf einen Zaunstecken gespießt. Im Pongau, Pinz-gau und Tännengau wird der Vorgang des Rasenstechens ganzähnlich geschildert. Das kranke Rind wird auf eine grüne Wiesen-fläche gebracht, die Stelle, auf welcher der kranke Fuß steht, wirdmit drei Holzspänen bezeichnet und der Rasenziegel( der„ Wasen")herausgeschnitten und„ in den Rauch" gehängt. Man läßt den Rasenoberhalb der offenen Herdfeuerung in der Sennhütte verdorren.Sobald der Rasen verdorrt ist, soll die Krankheit verschwunden sein.In der Gegend von Filzmoos( Pongau) wird erzählt, daß ein Zettelmit geheimnisvollen Schriftzeichen unter den ausgestochenenRasen gelegt wird. Jemand soll auf diesen Zettel etwas ganz be-liebiges draufgeschrieben haben, wobei aber der Erfolg des Heil-verfahrens ausgeblieben sei. Das Rasenstecken wird scheinbarnicht bloß bei Panaritium, sondern auch bei anderen Fuß- undKlauenkrankheiten in Anwendung gebracht. In Nieder- Oesterreich