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nur von der Wissenschaft des Spatens zu erwarten, wenn es ihretwa, wie in Duel bei Feistritz a. d. Drau, noch weiterhin gelingensollte, den lückenlosen Zusammenhang zwischen keltisch- römischerund nachslawischer Besiedlung in Kärnten durch Auffinden vonResten bodenständiger germanischer Bevölkerung zu erweisen.
Tatsache ist folgendes: Die Haus- und Familiennamen inKärnten weisen die sonderbarsten sprachlichen Kreuzungen auf, dieaußerhalb Kärntens in solcher Zahl kein Seitenstück finden.Deutsche Wörter werden mit windischen Endungen versehen oderdeutsche Namen erscheinen in windischer Lautung oder umgekehrt.Keine einzige Urkunde bietet einen Anhalt dafür, daß die völkischeEntwicklung Kärntens irgend einen Bruch aufzuweisen hätte.Deutsche Gesittung hat den unter der Avarenknute seufzendenKmeten zu dem gemacht, was er heute ist, zum windischen„ Pauer”,wie er sich selbst nennt. In der nun folgenden Darstellung kannnur eine kleine Auslese aus dem Volksleben der Slowenen Kärntensin Brauch, Sitte und Sage gegeben werden, und zwar in einer vonder herkömmlichen etwas abweichenden Art, indem ich an wenigenbezeichnenden Beispielen die Einwirkung des Deutschen auf dasSlowenische oder Windische aufzeigen werde. An der Hand derSprachgeschichte soll dann die starke Ausstrahlung deutscherKultur auf das Nachbarvolk der Slowenen untersucht werden, umvielleicht auf diesem Wege zu kulturgeschichtlich und siedlungs-geschichtlich neuen Ergebnissen zu gelangen.
In einer Geschichte des Kärntner Brauchtums Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtums dürfen dieseltsamen, in hohes Altertum zurückreichenden Bräuche nichtfehlen, die sich bei der Uebernahme des Landes durch die karo-lingischen Grafen und später durch die Herzoge am Fürsten-stein zu Karnburg abspielten. Sie erregen in mehrfacherHinsicht die Aufmerksamkeit des Volkskundlers. Einerseits, weilsie in dem Gefüge von altertümlichen Riten und Zeremonien, diesich in solcher Buntheit und Ausdrucksfähigkeit so früh nicht leichtwiederfinden, ein typisches Beispiel für die Entstehung von Volks-bräuchen überhaupt bilden. Denn in dem Nebeneinander gleich-bedeutender Riten und Zeremonien gibt sich ein Nacheinanderihres Entstehens kund. Dann aber verdienen sie unsere besondereBeachtung, weil sie in die Zeit fallen, in der, wenigstens soweitdie Urkunden reichen, deutsches Recht und deutsche Sitte unterden Kärntner Slowenen eben erst in Geltung zu treten begannen.Seit dem Jahre 828 verschwinden im karantanischen Herzogtum