Library / Self-PublishedÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde34 (1929) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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34 (1929) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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forschung, Arthur Hübner legt in ausführlicher Darstellung Sinn, Anlageund Arbeitsplan des Deutschen Volkskunde- Atlas dar, wobei die national-ethische und kulturelle Bedeutung dieses großen Werkes für die deutscheNation gebührend ans Licht gesetzt wird. Dem großen Einfluß entsprechend,den das kirchliche Element auf die Gestaltung des deutschen Volkstums aus-geübt hat, kommt in der Skizzierung der kirchlichen Volkskunde GeorgSchreiber, Münster, zum Wort. Ueber die vielfachen Beziehungenzwischen Volkskunde und Geschichte, sowie zum sprachlichen Leben äußernsich Theodor Frings und Hermann Aubin, während KurtWagner und Richard Wossidlo sich über das Sammeln von Volks-überlieferungen in sehr erwünschter Weise, als einer Anleitung für die er-hofften zahlreichen Mitarbeiter am Volkskunde- Atlas aus den Kreisen desVolkes selbst, und mit gewohnter Beherrschung des Stoffes aus vieljährigereigener Sammeltätigkeit verbreiten. Wenn Fritz Böhm auch über dasVerhältnis von Volkskunde und Schule sich auszusprechen Gelegenheit ge-boten wurde, so dienen diese Ausführungen in gleich erwünschter Art derkünftigen Sammelarbeit am Atlas, an welchem die Lehrer ja in hervorragendemMaße mitzuarbeiten berufen sein werden. So darf der reiche Inhalt des vor-liegenden Buches als die beste Einführung und Vorbereitung weiter Kreisezu dem geplanten großen Werke des deutschen Volkskunde- Atlas bezeichnetwerden. Die Auspizien hiefür sind die günstigsten. Prof. M. Haberland t.

Steiermark in Bildern. Herausgegeben im Auftrag der Deutsch- öster-reichischen Reisevereinigung Nord- Süd von Alfred Geiser. C. H. Beck'scheVerlagsbuchhandlung, München, 1929.

Eingeführt von einem warm geschriebenen Begleitwort des Landes-rates Prof. Dr. Rudolf Hübler und mit Bildererläuterungen aus der Federeines vorzüglichen Kenners der Steiermark, Prof. Dr. Georg A. Lukas,empfiehlt sich das vorliegende schöne Bilderwerk jedem Betrachter undLeser auf das Beste. Auch volkskundlich und volkskünstlerisch bemerkens-werte Bilder und Bemerkungen sind beigebracht. Prof. M. Haberlandt.Atlas der Völkerkunde II: Die Völker Europas. 60 Tafeln miterläuterndem Text v. Prof. Dr. Richard Karutz. 1926. Franckh'sche Verlags-buchhandlung, Stuttgart.

Es ist seit dem Erscheinen der von mir und Arthur Haberlandt heraus-gegebenen Europäischen Volkskunde( Strecker& Schröder, 1926) wohl all-gemeine Ueberzeugung der ethnologischen Kreise geworden, daß die volks-tümliche Völkerwelt und die Volkskulturen Europas in einer allgemeinenVölkerkunde nicht unberücksichtigt bleiben dürfen. Dieser Einsicht hat sich derverdienstvolle Herausgeber des großen Atlas der Völker kunde,Prof. R. Karutz, in positiver Mitarbeit angeschlossen, indem er das altüber-nommene primitive Glossary ::: show glossary-entry  primitive Kulturerbe der europäischen Völker, das sich in über-raschender Fülle trotz aller Ueberlagerung und Zerstörung durch die neuzeit-lichen Zivilisationsformen namentlich in den Randgebieten des Erdteils erhaltenhat, in übersichtlicher Zusammenfassung in Wort und Bild atlasmäßig fest-gelegt hat. Das Hauswesen mit seiner mannigfaltigen, durch die Umwelt be-stimmten Artung, die Wirtschaftsformen und Behelfe, das Arbeitsgerät, das