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Besondere Bedeutung für die Artung der Hausform erlangteim übrigen das Heizwesen in Küche und Stube. Eine alteromanische Errungenschaft ist wohl die Schlotküche. Außer imeingezeichneten Gebiet der Schweiz( 30) begegnet ihr Typus, karto-graphisch noch kaum zu umschreiben, in Nordtirol, Vorarlbergund örtlich eingestreut in Salzburg, ferner in der Wachau amDonaulauf, im Böhmerwald, in Pommern und Schlesien, wie viel-fach im deutschen Osten bis Lettland. Ihr hat sich ganz organischeine Hinterladerstube angegliedert, deren ältester Ofen ein Sitz-ofen war, im Schwarzwald ganz nach Hypokaustenart erbaut( Die>> Kunst<<). 12 Er kommt vom Elsaß bis nach Vorarlberg hin vor.Die Ostalpenländer entwickelten unmittelbar aus einer primitiven Glossar ::: zum Glossareintrag primitivenBadstube mit Vorderlader die Rauchstube. Die nach V. Gerambdargestellte Verbreitung der Rauchstuben( 25) dürfte in ein ur-sprünglich weiteres Bereich wohnlicher Winterstuben(» stupha«—» Badstube«<?) fallen, die von Savonarola etwa( † 1365) auch fürromanisches Alpengebiet angeführt werden. 13
Eine Spur dessen erhielt sich bis ins 19. Jahrhundert an-scheinend auch in den» deja«( aus romanisch» tegia«) genannteneinräumigen Hütten im Damülser Tal( Vorarlberg) die als einzigeHeizstelle einen Ofen mit» Kochvorrichtung« besaßen, wie diesein alter einheimischer Zimmermeister von Abbrüchen und Um-bauten älterer Häuser berichtete. 14
Die Einbeziehung der vielfach vorkommenden Speicherbauten( s. u.) in den Hausverband wurde nur in Gebieten einer besonderenarchitektonischen Auswirkung dieses Baugedankens in der Schweizvermerkt( 15 a).
C. Hofbildung.
Als primitivste Glossar ::: zum Glossareintrag primitivste Hofbildung muß nach alteuropäischen Zeug-nissen die Anordnung kleinerer Bauten in Streulage angesehenwerden. Haufen- und Gruppenhöfe dieser Art begegnen nochheute auf weiten Strecken im Bereich der alpinen Häuser( 23),( 26).Der Paarhof bedeutet ihnen gegenüber nur eine wirtschaftlichbedingte harmonische Bauform, wobei die unbedeutenden Neben-bauten Backhaus, Schweineställe etc. eben architektonisch ver-nachlässigt bleiben( 22). Das gleiche ist bei diesen Bauten jaauch im Hofverband mit niedersächsischen Einheitshäusern derFall. Auch ein Kasten( Speicher) spielt hiebei meist keine archi-tektonisch bedeutsame Rolle. Verbreitung und Typologie dieserweit in Nord und Süd verbreiteten Speicher festzuhalten, wäreeine kulturgeschichtlich wichtige Aufgabe, gehört jedoch, karto-graphisch betrachtet, buchstäblich auf ein anderes Blatt.
Ueberall finden wir von den Oetztaler Alpen und der Tal-furche der Etsch bis Kärnten( Klagenfurt) und Salzburg( Pongau)die Paarhöfe heute als die ältere Form nur mehr an den Hängen