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Von der Art des Materiales wird auch die Formgebung be-einflußt. Der von einem geeigneten Ast sich ableitenden Stabformder hölzernen Spanleuchter, der sich die aus Schmiedeeisen ge-fertigten Stücke anschließen, stehen die gedrungenen Formen der ausStein oder Ton gebildeten Halter gegenüber. Ein aus dem Lungaustammendes Stück ist roh aus Stein gemeißelt, ¹) ein tönernerSpanhalter, der etwa aus dem 18. Jahrhundestrt ammt, ist alsKegel geformt. 2)
Der bildsame Ton bot auch Anregung zu primitiver Glossar ::: zum Glossareintrag primitiver plastischerAusgestaltung, wie sie die» Geañmaul« oder» Maulauf« genanntenKienspanhalter in Form eines menschlichen Kopfes zeigen.
Sie wurden in oberösterreichischen³)( Abb. 1) und steirischen¹)Bauernhäusern gefunden, doch stellen sie nur die Ausläufer einerForm dar, die sich bis ins Mittelalter zurückführen läßt. AusOberösterreich ist ein solcher Tonkopf erhalten, der charakteristischgotische Züge aufweist und ins 13. bis 14. Jahrhundert gesetztwird.)( Abb. 2.)
Abb. 1.» Geañmaul«, Spanhalter aus Ton,
Oberösterreich.
Abb. 2. Tonkopf, als Spanhalterverwendet, 13.- 14. Jahrh.,Oberösterreieh.
Benesch spricht die Vermutung aus, 6) daß dieser Spanhalterseine Form einem Vorbilde verdanke, da die Bäuerin, wenn siein der dunklen Rauchkuchel am offenen Herd herumwirtschaftete
1) Benesch, a. a. O., Abb. 2: im Museum zu Salzburg befindlich.2) Benesch, a. a. O, Abb. 1: im Museum zu Linz befindlich.
3) Das Museum für Volkskunde in Wien besitzt zwei solche» Gean-mäuler« aus Oberösterreich( Käfermarkt), die halbkugelig geformt, nachoben zugespitzt, oberflächlich angerußt und geputzt sind.
4) Im Johanneum in Graz befindet sich ein» Maulauf« aus der LigisterGegend, westliche Mittelsteiermark, Stubalmgebiet, den V.. Geramb alskopfähnlichen Tonklotz beschreibt, geweißnet und mit spaltartigem mund-ähnlichem Einschnitt zur Aufnahme des Spans versehen.
5) Wiener Museum für Volkskunde aus der Sammlung L. v. Benesch:kantig geschnitten, mit schwarzer Kienrußpaste(?) überzogen, innen hohl.Einen Kienspanhalter in Gestalt eines Drachenkopfes, deutsche Arbeit des13. Jahrhundertes, aus der Sammlung Figdor beschreibt( mit Abb.) Walcherin Kunst und Kunsthandwerk, 12, 1909, S. 22.( Mitt. von A. Haberlandt.)6) A. a. O., S. 1.