werkerfrauen, die ihm gewöhnlich halfen, nur schwer eine„ Feil-haberin".
Die große Entfernung von den Marktplätzen schlägt ebenfallszu Buch. So muß er auf dem Weg nach Rohr beim„ Winsecker",auf dem Rückweg beim„ Gschaidbauern" um 50 bis 70 Kreuzer„ Vorspann“ nehmen.
Die Feste des Kirchenjahres, die Ankunft von Wallfahrern, Kir-tage, Jahr- und Viehmärkte bildeten im ersten Jahrzehnt des imMarktbuch verzeichneten Zeitraumes für den Wachszieher die ein-zige Möglichkeit, Geschäft zu machen. Auf dem Mariahilferbergwar der Lebzelterstand an folgenden Tagen regelmäßig geöffnet:Unbewegliche Feste:Bewegliche Feste:
Mariä Verkündigung
St. Florian( Prozession vonGutenstein)
St. Peter und Paul
St. Anna( Proz. v. Gutenstein)
Mariä Himmelfahrt
Mariä Geburt
Maria Namen
Kreuzerhöhung
Gutenstein)
Franz v. Assissi( Proz. v.
Mariä Empfängnis
ferner zu:
Schmerzhafter Freitag
PalmsonntagOstersonntagOstermontag
Betmontag( Bergkirta)Christi HimmelfahrtSonntag vor PfingstenPfingstsonntag
Pfingstmontag
Dreifaltigkeitssonntag
Quatembermittwoch im Sept.
Quatembersonntag im Sept.
„ Süßer Namen Jesu"( 3. Sonntag im Jänner)
Schutzengelsonntag( Ende August bzw. Anfang September)Mariä Namen Sonntag( 2. Sonntag im September)Rosenkranzfest( 1. Sonntag im Oktober)
Kirchweihfest( 3. Sonntag im Oktober)
Bei den Wallfahrern waren zwei Gruppen zu unterscheiden:solche, die auf dem Rückweg von Mariazell in Gutenstein Stationmachten, um dem hiesigen Gnadenort einen Besuch abzustatten,und solche, deren Ziel der Mariahilferberg selbst war. Die ersteGruppe erschien meistens an Wochentagen, weshalb der Lebzelter-stand auf unserem heiligen Berg an diesen Tagen für einige Stundenoffengehalten wurde. Die zweite Gruppe erreichte das Ziel ihrerWallfahrt gewöhnlich schon um die Mittagszeit des Vorabendseines hohen Festtages. Der Wachszieher mußte also noch einigeZeit vor dem feierlichen Einzug der Prozession in die Wallfahrts-kirche seinen Stand öffnen, sonst kauften sich die Jungfrauen Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfrauen ihre„ Kranzl“ beim Mesner im Kloster, was ein fühlbarer Verdienstent-gang war. Da die Wirtshäuser meist überfüllt waren, übernachtete
55