Jahrgang 
70 (1967) / N.S. 21
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Die Hüatahüttn" stand im Weingarten, eine am Fußedes Jennyberges und diente dem Hüata zum Aufenthalt. Damiter besser nach allen Seiten sehen konnte, waren nach allen Rich-tungen kleine Fenster, die Spione" angebracht.

Die Sommerwohnungen und die dazu gehörigenZettel am Gartenzaun oder an den Fenstern: Kühle, schattigeSommerwohnung zu vermieten. Fast in jedem Hauerhaus, auchin vielen Villen waren solche Sommerwohnungen zu vergeben.( Bis zum ersten Weltkrieg).

Im Winter stellten die Hauer in den unbenützten Räumenalles mögliche, Geräte, Möbel usw. ab. Manchmal wurde auch einZimmer von den Hauermädchen und Burschen zum Tanzen be-nutzt. Niemals durfte aber dabei ein Dienstmensch mittun. Dieerbeingesessenen Hauer hielten sehr auf ihre Standesehre.

Die Leutgebstube der alten Zeit. Sie war ein Wohn-zimmer, sehr oft das Schlafzimmer der Hauerfamilie. Die Bettenwurden zerlegt und an die Wand gestellt, lange Tische, Bänkeund Sessel zurecht gerückt; im Winter sorgte ein eiserner Ofenfür behagliche Wärme. Geheizt wurde mit alten Rebstöcken.

Verschwunden auch die Beleuchtung mit Windlichtern"( Kerzen unter Glassturz auf einem Metallständer) im Heurigen-hof- oder Garten. Heute wird elektrisch beleuchtet.( Ab 1922).

Bis zur Eröffnung der Elektrischen in die Hinterbrühl ver-kehrte von Mödling dorthin ein Stellwagen( Pferdefuhr-werk mit Plachendach, im Innern gegenüberstehende langeBänke). Bis zur Einführung der Autobuslinie fuhr ein Stellwagenvon der Hinterbrühl nach Gaaden.

An schönen Sonntagen verkehrte ein solcher Wagen auchzwischen Mödlinger Südbahnhof und der Meierei Richardshof.

Altes Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtum findet sich in manchen Orten vonMödlings Umgebung.

Der Weinhüterumzug in Perchtoldsdorf, jährlich am erstenSonntag nach dem 6. November abgehalten, wurde in der Österr.Zeitschrift für Volkskunde Band XVII/ 66 für das Jahr 1962 aus-führlich von Franz Schunko beschrieben.

In Breitenfurt feiern seit 350 Jahren die Holzhackerihren Schutzpatron, den heiligen Blasius, den sie einst, als sie imReichliesingtal angesiedelt wurden, aus ihrer steirischen Heimatmitgebracht haben. Sie legten( nach Bericht von O. Sch. R. FranzÖsterreicher aus Breitenfurt) im Jahre 1962 nach einer Abend-messe in der Pfarrkirche für ihre verstorbenen Mitarbeiter aufdem Friedhof einen Kranz nieder. Dann begann nach dem Fest-essen das Holzhackerkränzchen.

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