haben sich durch verschiedene Umstände verzögert und werden erst 1964abgeschlossen werden können. Auch in anderen Räumen wurden Vitri-nen erneuert usw., was alles nur durch die vorbildliche Zusammenarbeitaller Aufseher und Angestellten geleistet werden konnte, die sich wieimmer als vollgültige Handwerker betätigt haben.
Angesichts der überreichen Innenarbeit konnten fast keine bedeu-tenderen Ausstellungen gemacht werden. Im Hause wurde in denbeiden gekoppelten Einführungsräumen die Ausstellung„ ÖsterreichsVolksgericht gezeigt, die nunmehr als dauernde Einführungs- Aufstel-lung übernommen wurde. Im Dezember 1963 wurde wie alljährlich einekleine Ausstellung„ Volkskunst der Weihnachtszeit" durchgeführt. Beider Wiener Frühjahrsmesse konnte das Museum seinen reichen Bestandan Objekten zur Jagdgeschichte der dortigen Jagdausstellung zur Ver-fügung stellen. Die früher gezeigte Perlmutter- Ausstellung wurde demNiederösterreichischen Landesmuseum zur Verfügung gestellt, das sieim eigenen Haus wie bei mehreren Sonderausstellungen im Lande zurAusstellung brachte. Von kleineren Ausstellungen ist schließlich noch dieAusstellung„ Spielzeug aus dem alten Österreich" in der VolkshochschuleMargareten zu erwähnen, die in der Öffentlichkeit große Beachtung ge-funden hat.
Die laufenden Katalogisierungsarbeiten wurden wiebisher vom Direktor, von Kustos Dr. Adolf Mais für die Ostgebieteund von Dr. Klaus Beit für alle anderen Gebiete durchgeführt, alleKataloge dabei nach dem Verweiskatalogsystem auf dem laufenden ge-halten. An Gruppeninventaren konnte das für die Hinterglasbildersamm-lung abgeschlossen werden. Das Gruppeninventar der Objekte aus Vor-arlberg wird vorbereitet.
Die Arbeit im Archiv der österreichischen Volkskunde, die imwesentlichen auf eine interne Erläuterung unserer Sammlungsbeständeeingestellt ist, wurde 1963 durch die neue Befragung über Erinnerungs-stücke an den Brauch der Fußwaschung fortgesetzt. Dadurch werden dieim Museum vorhandenen Objekte, ebenfalls Erinnerungsstücke an die-ses volksreligiöse Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Brauchtum, allmählich in einen größeren Zusammen-hang gerückt werden. Eine Umfrage des Volksliedarchives für Wien undNiederösterreich nach alten Volksinstrumenten in den Heimatmuseen usw.wurde angeregt, wie überhaupt diese Zusammenarbeit gepflegt wurde.Die Arbeit am Atlas der Burgenländischen Volkskunde konnte durchNachbefragungen fortgesetzt und durch die Erstellung mehrerer neuerKommentarkapitel gefördert werden. Die Burgenländische Landesregie-rung hat diese Arbeiten dankenswerterweise wieder durch einen finan-ziellen Zuschuß gefördert. Das dem Archiv angegliederte Zeitungsaus-schnitt- Material( Abteilung Z) konnte auch 1963 wieder in größerem Um-fang aufgearbeitet werden. Es wurde dafür an drei Studenten, welchedie Aufklebe- und Einordnungsarbeiten durchführten, insgesamt$ 2261, ausgezahlt. Die Fülle des anfallenden Materials würde aller-dings eine stärkere Bearbeitung verlangen.
Anläßlich der verschiedenen Sonderausstellungen usw. sind einigekleinere Veröffentlichungen der Museumsbeamten erfolgt. Sohat der Direktor zur Jagd- Ausstellung über„ Die Jagd in der österreichi-schen Volkskunst"( Österreichs Weidwerk, März 1963, S. 101 ff.) berich-tet, anläßlich der Weihnachtsausstellung über„ Die Bergmusik in derRinner Krippe"( Alte und moderne Kunst, Dezember 1963) geschrieben.Ein eigenes Heft über die Rinner Krippe ist in den Leobener GrünenHeften( Nr. 76) nunmehr erschienen. Von den Veröffentlichungen der an-
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