Mitarbeiter
In Dankbarkeit sei jener Mitarbeiter Erwähnung getan, die ihreKraft in den Dienst der Volkskunde am Oberösterreichischen Landes-museum stellten: Frau Helga Jungwirth, geb. Treml, von 1946-1951,Herr Heinrich Großberger, 1946-1948, Dr. Helmuth Huemer, 1951-1952,Frau Dr. Helene Grünn( 1952-1956).
Die neu errichtete Planstelle im gehobenen Museumsdienst an derVolkskunde- Abteilung konnte erstmalig mit Fräulein Luise Wache( 1957-1958) besetzt werden. 1959 wurde sie von Fräulein Elfriede Prillerübernommen.
Wesentliche Mitarbeit leisteten, wie in den Jahresberichten immerwieder rühmend hervorgehoben wird, die Restauratoren. Um die farbigeRestaurierung der bemalten Möbel machte sich besonders Frau LuiseHeiserer verdient. Die textilen Restaurationsarbeiten waren Frau KlaraHahmann anvertraut, die sich seit 1946 diesem schwierigen Gebiet mitHingabe widmete.
An dieser Stelle sei auch der verewigten engeren Mitarbeiter derVolkskunde- Abteilung gedacht. Es sind dies: Prof. Josef Mechle, Spitala. Pyhrn, gestorben 1955; akademische Malerin Trude Payer, Linz, ge-storben 1963; Schuldirektor i. R. Karl Brandstötter, Zell am Moos, ge-storben 1963. Während der Drucklegung ereilte uns nun die Kunde vondem tödlichen Autounfall von Frl. Luise Wache. Die Genannten habensich mit ihrem Wirken selbst ein Denkmal gesetzt.
Einrichtung des Schloßmuseums, Gegenwart und Ausblick
Dieser Überblick darf der Genugtuung Ausdruck verleihen, daß esam Ende, nämlich buchstäblich im 25. Bestandsjahr, gelungen ist, das Zieljeder musealen Einrichtung: eine Aufstellung der Sammlungen, zu er-reichen. Bekanntlich wurde das ehemalige kaiserliche Schloß zu Linz.das im letzten Jahrhundert als Kaserne gedient hat, nach Renovierungund Umbau dazu bestimmt, die gesamten kulturgeschichtlichen Samm-lungen des Oberösterreichischen Landesmuseums aufzunehmen. Mit Be-tonung des besonders Charakteristischen und einer stärkeren Hervor-kehrung der Volkskunst wurden in zunächst 7 Räumen des 2. Stock-werkes auf einer Bodenfläche von 750 m² die Themen Siedlung, Bauern-haus, Zimmermannskunst, Wohnkultur, Volkskunst in Keramik undGlas Holz und Schmiedeeisen, Tracht, Textile Kunst, Lebensbrauch-tum Glossar ::: zum Glossareintrag tum, Krippen und Weihnachtsbrauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Weihnachtsbrauchtum dargeboten.
_
Aufstellungsziel war es, einen möglichst umfassenden Quer-schnitt( um mehr konnte und sollte es sich nicht handeln) durch alle Be-reiche der Volkskultur zu bieten.
Der geistige Duktus: von den Voraussetzungen der materiel-len zu den Verästelungen auch der geistigen Überlieferungsgüter zu ge-langen, sollte auch dem Weg, den der Besucher einzuschlagen hat, ent-sprechen.
Dieser Weg führt von den Siedlungsformen zu Haus und Hof desBauern und von der Kunst am Bauernhaus( Zimmermannskunst, Stadel-malerei) in die bäuerliche Wohnung selbst hinein. Von einem„ Fletz“werden zwei bezeichnende Innenräume und zwar einer aus der west-lichen Holzbauregion und einer aus der östlich der Traun gelegenenZiegelmauerwerk- Region betreten. Zugleich handelt es sich dabei umdie Vertreter zweier bezeichnender Zeitstufen, Spätgotik und Rokoko.In den beiden folgenden Räumen werden vier Grundwerkstoffe derVolkskunst durchgespielt: Holz und Eisen. Ton und Glas. Was in den
103