Jahrgang 
66 (1963) / N.S. 17
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sprochenen Büchlein auf Seite 55 abgebildeten( 1891), das den DulderJob auf dem Mist darstellt. Ein anderes Gegenstück von 1841 zu demvon Seite 70( 1888)( das Einfangen des Schwarms darstellend) befindetsich gleichfalls im OMVK. Andere Motive wiederholen sich in ähnlicherWeise vielfach, wie der Verfasser hervorhebt.

Von den Verbreitungsgebieten der bemalten Bienenstockbrettchennennt Makarovič nur noch das Pustertal, aus dem im OMVk drei Brett-chen aufbewahrt sind, zwei aus Welsberg in Südtirol, eines aus Kar-titsch in Osttirol; dazu kommen drei Brettchen aus Villgraten, einemnördlichen Seitental des Pustertales in Osttirol. Es geht aber wohl nichtan, in solchem Zusammenhang zu sagen, daß die Brettchen aufter imslowenischen Volksgebiet noch nördlicher, wo heute schon Deutschesiedeln vorkommen( S. 8). Das erweckt den Eindruck, als seien z. B.im Pustertal, wo bekanntlich slawische Ortsnamen und Gegendnamenim Osttiroler Teil vorkommen, noch in jüngster Zeit Slowenen ansäßiggewesen. Es ist dagegen Einspruch zu erheben, wenn man bedenkt, daⓇder zeitliche Abstand zwischen slawischer Bevölkerung und den älte-sten erhaltenen Bienenstockbrettchen, die aus dem 18. Jh. stammen,ein Jahrtausend beträgt, und daß bisher nicht nachzuweisen war, obvor der farbenfrohen bäuerlichen Barockkultur überhaupt bemalteBienenstockbrettchen üblich waren. Um solche Zusammenhänge glaub-haft zu machen, müßte die historische Erforschung der bäuerlichenSachgüter bessere Fortschritte gemacht haben. Ob die Anregung zurfiguralen Bemalung der Bienenstockbrettchen wirklich aus Krain bisins Lammertal gedrungen ist, wird möglicherweise noch einmal fest-gestellt werden können, wenn genauere Arbeiten über das Thema vor-liegen. Es fällt jedenfalls auf, daß die erhaltenen Stücke sowohl ausdem Lammertal, als auch aus Ost- und Südtirol thematisch mit Aus-nahme religiöser Vorwürfe keinen Zusammenhang mit den krainischenBrettchen zeigen. Sie sind mit wenigen Ausnahmen in viel primitiverer Glossar ::: zum Glossareintrag  primitivererArt gemalt. Die Brettchen aus Welsberg und Villgraten haben aufer-dem ein Türchen oder Guckfenster in der oberen Brettmitte angebrachtdas allerdings eine sekundäre Zugabe sein könnte. Es seien hier dieThemen der im OMVK gesammelten Bienenstockbrettchen, die kraini-schen ausgenommen, angeführt:

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Vill-

Welsberg( Pustertal, Südtirol), Bemalung der Türchen: Schlächtermit Rind; Auge. Kartitsch, Osttirol: Der Vesuv bei Neapel".graten, Osttirol: Kirche und Haus, auf dem Deckbrettchen für das Fen-ster eine Rose; seitlich je ein Vogel, auf dem Deckbrettchen des Fenstersdas Schweißtuch der Veronika; seitlich je ein Blütenzweig, auf demDeckbrettchen für das Fenster Jahreszahl 1906.- Gastein, Salzburg:Christus wird ans Kreuz genagelt.( Dieses Brett ist verhältnismäßiggroß: 36 X 22,5 cm.) Lammertal, Salzburg: Monogramm Mariens undBlütenzweige( 1879); Blütenzweig mit Vogel( in der Art der Möbel-malerei); Jäger und Hirsch vor einer Reihe von Bäumen; Holzknecht-hütte vor einer Reihe von Bäumen( beide alpin im Motiv, beide fast40 cm breit); zwei einstöckige Häuser; mächtiges Bauernhaus, Baumund gemauerter Getreidekasten; Bauernhof( Salzburger Einhof) mitflachgeneigtem Dach mit Steinbeschwerung und Glockentürmchen; dasFilzmooser Jesuskind; der hl. Ambrosius: ein Heuwagen mit Pferde-bespannung und Fuhrmann; Jesus segnet Brot; zwei Häuser mit Glok-kentürmchen, in der Mitte Gamserl auf Anstand"; die hl. Familie aufder Wanderschaft; Jäger auf Gemsenjagd. Es werden also keine be-kannten weltlichen Motive von slowenischen Brettchen übernommen. In-

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