Jahrgang 
66 (1963) / N.S. 17
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schen Abteilung des Völkerkunde- Museums angegliedert. Wissen-schaftlicher Leiter wurde der Assistent dieser Abteilung, KarlBrunner( 1863-1938). Er stellte in den erweiterten Erdge-schoßräumen einen Rundgang her und führte eine systematischeAufstellung der drei bisher getrennten Abteilungen nach Land-schaften durch( 1906/07). In dem letzten Raum baute er verglei-chende Sammlungen auf.

Die Namensänderung bedeutete, daß nicht wie bisher dasHauptgewicht auf das Sammeln von Trachten gelegt werdensollte, sondern vor allem wurden in der Folgezeit das Bauernhausmit seiner Einrichtung und Volksglaube und-brauch gepflegt.Hierzu hat außer Marie Andree- Eysn noch ein anderer österrei-chischer Sammler entscheidend beigetragen. Statt rund 200 Markjährlich stand dem Museumsverein zunächst das Zehnfache fürAnkäufe zur Verfügung, so daß jetzt auch der Schriftführer Her-mann Sökeland, Fabrikant und Berliner Stadtverordneter,sein kaufmännisches Geschick entwickeln konnte. Erworben wurdedank seiner Initiative Ende 1906 die wertvolle Sammlung desMalers Hugo v. Preen auf Osternberg bei Braunau am Inn. Die-ser rührige Sammler und Forscher( geboren 1854 und gestorben1941) hatte in München studiert und 27jährig das väterliche GutOsternberg übernommen. Bald leitete er Ausgrabungen und halfJosef Straberger bei der Einrichtung einer Bauernstube imLinzer Museum( eröffnet 1895), weiter beschäftigte er sich mitdem Wallfahrtsbrauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Wallfahrtsbrauchtum und schuf eine umfangreiche Aquarell-Sammlung von Hausverzierungen. Er selbst berichtet: Durchhäufige Anwesenheit auf dem Lande, besonders in der Gilgen-berger Gegend, wurde ich sozusagen mit der Nase auf alles Volks-kundliche gestoßen... Nach vollständiger Einrichtung der LinzerBauernstube fing ich an, zu meinem Privatvergnügen alle Gegen-stände, mit denen sich der Bauer umgibt, die Einrichtungsstückein Stube, Küche, Speis und Flur zu sammeln 14). Hinzu kamenSpezialsammlungen von Beleuchtungsgeräten 15), schmiedeeiser-

14) Hugo v. Preen, Meine Sammeltätigkeit im Bezirke und derMusealverein Alt- Braunau,( Innviertler Heimatkalender 1910, S. 36 f.)Vgl. ZföVk 15, 1909, S. 52; Wilh. Kriechbaum, Hugo v. Preen, derHeimatmaler des oberen Innviertels,( Monatsschrift für die ostbayrischenGrenzmarken, Jg. 10, Passau 1921, S. 163-168 mit Abb. 104-115, darun-ter Selbstbildnis). Damals( 1921) besaß er wieder eine höchst sehens-werte Sammlung aus dem Gebiete der Volkskunde, die mehrere Räumeumfaßt( S. 164). Nachruf von Oswald Menghin in: Wiener prähisto-rische Zeitschrift, Jg. 28, 1941, S. 159-170 mit Bildnis und Schriftenver-zeichnis( nicht ganz vollständig).

15) H. v. Preen, Einiges über ländliche Beleuchtungsarten im Be-zirke Braunau a. I.,( ZföVk 3, 1897, S. 353-362 mit Abb. 108-139). Vondiesen Gegenständen ist einiges erhalten.

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