bisher jeweils fünf Lieferungen vorliegen; mit weiteren sechs Liefe-rungen ist, bei Einhaltung des bisherigen Modus, noch zu rechnen.
Die Interpretation des Kartenwerkes ist durch die Beigabe von jeeiner als Oleate gedruckten Karte über die Sprachräume und die kon-fessionellen Verhältnisse wesentlich erleichtert; die Vergleichbarkeit derKarten des schweizerischen Atlasses mit solchen der Nachbarländer istdurch die Anwendung des Maßstabes 1: 1 Mill. garantiert. Jede Karte istvon einem Kommentar begleitet, der, wie die Karte selbst, ein Höchst-ausmaß an Genauigkeit und Verläßlichkeit darstellt und ein beredtesZeugnis für das hohe wissenschaftliche Niveau, den Ernst und das Ver-antwortungsbewußtsein gegenüber dem untersuchten Material ablegt,die die Bearbeiter auszeichnet. Stets ist der Behandlung der einzelnenThemen der Wortlaut der Frage vorausgesetzt, mit der die betreffendenBelege eingesammelt wurden, wodurch die Themenstellung genau um-grenzt ist. Es folgen abwägende Bemerkungen über Qualität und Aus-sagekraft der Quellen, Angaben über die Verbreitung der Erscheinung,die das Kartenbild erklären, wobei auch auf allfällige Verbreitung jen-seits der Schweizer Grenzen hingewiesen wird, und schließlich diehistorischen Belege. Ein mit größter Sorgfalt zusammengestelltes Litera-turverzeichnis bietet die Grundlage für weitere Spezialuntersuchungen.
Folgende Themen bilden den Inhalt der bisherigen Lieferungen:I. Teil 1. Lfg.: Grußformeln( 1-6), Frühstückspeisen( 7 f).traditionelle Mahlzeiten( 9-12), herkömmliche Getränke( 13-16):2. Lfg.: Hausbrot und Kleingebäck( 17-21), Speisen( 22-24), Festtags-gebäcke und-speisen( 25-32); 3. Lfg.: Festtagskost( 33), Kartoffeln( 34),Würste( 36 f), versch.„ Spezialitäten( 39), Tabakgenuß( 40-48); 4. Lfg.:Kopfbedeckung der Männer( 49 f.), der Frauen( 51-55), Frauenohr-ringe( 56), Männerohrringe 57 f), Kapuze oder Hemden mit Kapuzen zumHeutragen( 59), Männerblusen( 60), Holzschuhe( 61), Steigeisen( 63 f.);5. Lfg.: Kinderschlitten( 65 f.), Zugtiere und Zugvorrichtungen( 67-71),Zäune( 72 f.), Heutrockengestelle( 74), Dreschen( 75 f.), Weinbau( 77 f.).II. Teil, 1. Lfg.: Nikolausbrauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Nikolausbrauchtum( 151-153), Bescherung( 154-156), Weihnachtsbrauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag Weihnachtsbrauchtum( 154-161), Neujahr und 2. Jänner( 161-166);2. Lfg.: Dreikönig( 167), Fastnacht( 168-174), Palmsonntag und Ostern( 175-182); 3. Lfg.: Christi Himmelfahrt( 183 f.), Pfingsten( 185), Feuer-bräuche, Laternenumzüge( 186-191), Heische-, Lärm- und Maskenbräuche( 192-200); 4. Lfg.: Schlittagen und Ausflüge( 201), Herkunft der Kin-der( 202-205), Namenwahl, beliebte Vornamen( 206-214.)
von
Mit der 5. Lieferung des 2. Teiles, in der sich ArbeitenW. Escher( Karte 219-224), E. Liebl( 215-218, 225-228, 230-232)und R. Weiss( 9) vereinigen, wird die Darstellung des Lebensbrauch-tums Glossar ::: zum Glossareintrag tums fortgesetzt und in den Karten 215, 216 die gegenwärtige Begehungvon Namens- und Geburtstag festgehalten. Dabei ergibt sich nicht nurdie in einigen Gegenden deutlich hervortretende Bindung zu konfessio-nellen Gemeinschaften( z. B. in manchen Orten Geburtstag nur beiReformierten, Namenstag nur bei Katholiken), sondern auch ein Einblickin die( auch in Österreich zu beobachtende) Erscheinung, daß die Feierdes Geburtstages gegenwärtig eine gewisse Zunahme erfährt, währendman die des Namenstages vielfach als weniger wichtig und„ veraltet“anzusehen beginnt. Die Begründung für diese„ Gewichtsverlagerungzu Gunsten des Geburtstages" sieht E. Liebl in Übereinstimmung miteiner anderwärtigen Äußerung von R. Weiss 2) in einer größeren
2) R. Weiss. Nordsüdliche Kulturströmungen( Schweizer Volks-kunde. Korrespondenzblatt der Schweiz. Ges.f. Volkskde., 25[ 1935]. 28.)
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