noch heute alljährlich im„ Fest der Orthodoxie" gefeiert. Die Ikone selbst( von griechisch eikon= Bild) ist eine Erscheinungsform, eine leibhaftigeAbbildung des himmlischen Urbildes, also eine Selbstabbildung Christiz. B. in der„ nicht von Menschenhand geschaffenen Abbildung Christi",eine Selbstabbildung der Muttergottes, eine Selbstabbildung jedes ein-zelnen Heiligen.
Den wohl volkstümlichsten Bereich der gesamten Ikonenkunstnehmen die Ikonen der Muttergottes ein. Bezeichnend für die Marien-verehrung der orthodoxen Kirche ist es, daß z. B. die MoskauerPatriarchie heute an die 186 heilige Ikonen( Typen!) der Muttergotteskennt, die wiederum mit eigenen Festtagen( oft sind es auch zwei bisdrei Festtage im Jahr) im Kalender aufscheinen.
4. Triptychon- Reisealt ärchen aus Kupfer, ver-silbert, mit Email- und Silberdrahtverzierung und mit Messing-reliefs: in der Mitte: Lobpreisung der Ikone der Muttergottes mitsegnendem Jesukind vom Typus Hodigitria durch Heilige; linksMariä Verkündigung; rechts: Auffindung des Jesuknaben im Tem-pel. 6 × 16 cm( geschlossen 5,6X3,4 × 6 cm), 18. Jahrhundert. Russisch.Inv. Nr. 39.162
5. Ikone der heiligen Maria als Jungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfrau, das Kreuz mitChristus betrachtend; in indischroter Fassung. 29,2 × 24 cm( mitSeitenleisten: 31,3 × 26,5 cm). 16. Jahrhundert. Umgebung vonRylsk, UdSSR.Inv. Nr. 48.177
6. Ikone der Muttergottes von Feodorovsk vom Typus Umi-lenje( wie die Muttergottes von Vladimir) auf Gold- und Silber-grund mit breiter indischroter Rahmung. 30 X 23,3 cm. 16. Jahr-hundert. Ostrovo bei Slonim, UdSSR. Kirchenslavische Inschrift:Obraz presvjatyja Bogorodicy( Das Bild der allerheiligstenMuttergottes).Inv. Nr. 46.227
Muttergottes Ikonen II
7. Ikone der Muttergottes und der heiligen Euphemia. Doppel-ikone, links: gekrönte Maria mit leicht geneigtem Haupt, mit demauf einem Polster sitzenden Jesukind mit Schriftband in derRechten; rechts: heilige Euphemia im geöffneten Reliquienschrein.42 × 34 cm( vorgeblendeter Rahmen). 17. Jahrhundert. Kotor( Cat-taro), Dalmatien, Jugoslavien.
Griechische Inschrift: Pneuma kyriou ep' eme geneken Chre.( Der Geist Chri( sti) kam über mich).Inv. Nr. 19.574
Die hl. Euphemia starb am 16. September 303 oder 307 als Mär-tyrerin. Ihr Leichnam liegt in einem schreinähnlichen Sarg in der grie-chischen Patriarchatskirche zum hl. Georg in Istanbul. Vgl. R. u. H.Kriss, Peregrinato neohellenika, Wien 1954, S. 182 f.
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