was geheim gehalten wurde. Allein die beiden heiligen Priester Crispinund Crispinian und die heilige Jungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfrau Benedicta erhielten eine Offen-barung, wo die heiligen Leiber begraben wären. Da sie den Frevel lauttadelten, wurden sie zur Verantwortung gezogen und enthauptet. KaiserJovinian verwandelte jenes Haus in eine Kirche, die heute noch steht.Die heiligen Brüder Johannes und Paulus gelten als Schutzpatrone inbezug auf das Gedeihen der Feldfrüchte und gegen schädliche Gewitterund Hagelschlag.
Diese Legende nach Pater Auer läßt wie die Leser später erratenwerden einiges durchblicken. Warum die beiden vornehmen Römerzu Patronen gegen Blitz und Hagel geworden sind, das erklärt sie nicht.
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5. Abbildungen
Johannes und Paulus werden dargestellt als vornehme Römer oderals römische Soldaten. Auf den meisten Altären der Barockzeit sind sienicht auf einem Gemälde zusammen abgebildet, sondern ihre Statuenstehen auf den beiden Seiten des Altares. Merkwürdig ist, daß häufig( soin Aschau und in Eidenberg) nur Johannes ein Schwert hält, währenddie rechte Hand des Paulus leer ist und gegen die Mitte des Altares zeigt.Warum dem so ist, wird nirgends erklärt, muß aber wohl vor etwa200 Jahren noch bekannt gewesen sein. So im einstmals bairischen Inn-viertel in der zu Feldkirchen gehörigen Filialkirche zum hl. Bartholo-mäus in Aschau. Auf dem Hochaltar derselben sehen wir als Wächterdie beiden Brüder, und zwar hält Johannes neben dem Schwert einestrahlende Sonne, Paulus dagegen eine Regenwolke. Ähnliche Standbilderfinden wir auch in den beiden anderen Filialkirchen von Feldkirchen,nämlich in der hochgelegenen Marienwallfahrt Gstaig und im einsamenStefansheiligtum Vormoos, weiter in der zu Lochen gehörigen FilialkircheAstätt und in der Pfarrkirche Kirchberg im Innkreis. Kleinere Figurender beiden Heiligen im Rokokostil zieren den Hochaltar der ehrwürdigenPfarrkirche von Ostermieting 6). Rechts und links von einem Seitenaltarder Muttergottes wachen barocke Statuen der beiden Brüder in dem lieb-lichen Kirchlein zu Eidenberg, das zum Stift Wilhering gehört. Wegender Wallfahrten und Hagelfeiern an anderen Gnadenstätten Österreichssei hier auf die Buchreihe aus der Feder des Meisters der religiösen Volks-kunde, Gustav Gugitz, verwiesen.
„ Die Wetterpatrone J. u. P. in Oberösterreich und Ostbayern"besprach Friedrich Knaipp in Gmunden, der bedeutende Sammler vonHinterglasbildern.„ Sandl- Bilder" werden sie auch genannt, weil sie ausdem abgelegenen Orte Sandl bei Freistadt kamen. Auf diesen Zeugnissenbäuerlichen Glaubens sind die beiden Brüder als römische Soldaten zusehen, die meist nur Märtyrerpalmen in den Händen halten. Wolkenund Blitze erscheinen über ihnen. Merkwürdig ist die Beschriftung einessolchen Bildes mit S. DONATUS", worauf wir noch zurückkommenwerden. Auf einem in der Sammlung Knaipp befindlichen Kupferstichdes 18. Jahrhunderts hat nur Johannes ein Schwert umgehängt, Paulusaber nicht 7).
6) Ernst Burgstaller, Die Verehrung der zwei WetterpatroneJohannes und Paulus im oberen Innviertel( Oberösterr. Heimatblätter.Bd. 8[ 1954]).
7) Friedrich Knaipp, Die Wetterpatrone Johannes und Paulusin Oberösterreich und Ostbayern( Oberösterr. Heimatblätter, Bd. 9[ 1955]).
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