Pferdefuẞ konnte ich bemerken. Eine Darstellung der sardischenWachsvotive erfolgt weiter unten, im Zusammenhang mit derErwähnung einer Wachszieherei in Cagliari. Ich füge eine genaueBeschreibung der abgebildeten Objekte bei. Abb. 2 stellt einenmassiven Holzkopf dar, Gesicht und Halsansatz sind braun be-malt, Augenbrauen und Haare in schwarze Farbe wiedergegeben;die Lippen sind rot angestrichen. Das primitiv Glossar ::: zum Glossareintrag primitiv handgeschnitzteGebilde ist 14 cm hoch und etwa 10 × 8 cm im Durchmesser.
Abb. 3, Fig. 2 zeigt das hellgrau und gelb gestrichene Herzsamt Aorta. Es mißt in der Länge etwa 16 cm, Durchmesser7,5 6,5 cm; Abb. 3, Fig. 5 zeigt eine außergewöhnlich dickeFrauenbrust, welche hellrot lackiert ist und vier dunkelrot be-malte Einkerbungen aufweist, welche auf die entsprechendeKrankheit hindeuten( Höhe 16 cm, Durchmesser 10 cm).
Abb. 5, Fig. 1 stellt eine lebensgroße hölzerne Hand mit einertiefen Fleischwunde auf der Innen- und Außenseite dar. Dergesunde Teil ist fleischfarben gestrichen; die erkrankten Stellenzeigen dunkelrot bemalte Knochenteile; die die Wunden umge-benden Stellen zeigen in äußerst naturalistischer Darbietung blau-rote Flecken. An der Hand hängt ein mit Schreibmaschine ge-schriebener Zettel( Dono per riconosconza 1955). Eine originelleVerbindung von Votivbild und Organ- Votiv zeigt Abb. 4. Einin natürlicher Größe geschnitztes hölzernes Ohr ist mittels einesroten Bändchens an einem Pappendeckel befestigt, welcher seiner-seits mit der Photographie seines Darbringers beklebt ist. Eszeigt einen Soldaten in Sonntags- Uniform, mit der Attrappe derPeterskirche im Hintergrund, eine typische Atelier- Aufnahme.Darüber steht die Widmung des Spenders:„ A te Vergine Santaoffro questo mio ricordo in segno di riconoscenza per graziaricevuta."
Wir gehen nun zur Beschreibung der Tier- Votive über.Abb. 5, Fig. 4 zeigt eine braun angestrichene handgeschnitzte Kuh.Es handelt sich um eine etwas plumpe volkstümliche Schnitzerei,die jedoch die typischen Merkmale klar hervortreten läßt. Hufe,Maul und Augen sind schwarz umrandet( Länge 26 cm, Höheohne Horn 11,5, mit Horn 17, Dicke 8 cm).
Abb. 5, Fig. 5 zeigt ein in ähnlicher Manier hergestelltesPferd in rotbrauner Bemalung mit schwarz eingesetzten und weißumrandeten Augen und gelben Hufen. Die Mähne ist eingeschnitzt( Länge 25 cm, Höhe 20, Dicke 6 cm).
Abb. 5, Fig. 1 bringt abermals eine naturalistisch wieder-gegebene Kuh, die lediglich durch ihren Anstrich mit einem hell-gelben Goldlack etwas unrealistisch wirkt. Die Hörner sind ab-
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