dokumentation des Brauches in dem Ort an der Glocknerstraße er-geben. Bei der merklichen Intensivierung der Sternsingerforschung inunseren Jahren wird diese Kärntner Beitragtrilogie besondersreichernd wirken.
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Das sehr schön ausgestattete Bändchen mahnt daran, daß die ver-dientesten österreichischen Volksliedforscher zu ihren verschiedenenEhrentagen noch keine Festschrift erhalten haben. Kärnten ist da inlöblicher Art vorausgegangen, man möchte hoffen, daß das gute BeispielSchule macht.Leopold Schmidt.
Alt wie der Wald, Ostdeutsche Sagen und Historien. Aus-gewählt und bearbeitet von Paul Zaunert. 176 Seiten. Düsseldorf1955, Eugen Diederichs Verlag. DM 4,80.
Keine Quellensammlung, sondern eine bedachtsame Auswahl ausden altbewährten Sagensammlungen der ostdeutschen Landschaften,die den wenigsten Laienlesern zugänglich sind. Zaunert, dem die Ge-staltung einer Stammeskunde aus der Sagensammlung heraus ein altesAnliegen ist, greift weit aus: Ost- und Westpreußen und das PosenerLand, dann das Baltenland mit Estland und Lettland, soweit es sichum das alte baltische Deutschtum handelt, schließlich Schlesien und dieböhmischen Nachbargaue. Das ist Ostdeutschland nicht hinter der Elbe,sondern hinter Oder und Neiße, wie es ja auch der Buchreihe„ ,, Deut..scher Osten" entspricht, als deren X. Band diese gute Auslese er-schienen ist. Ein besonderes Lob den sehr schönen, in Rötel gedrucktenZeichnungen von Liselotte Neupert- Mende. Leopold Schmidt.
Wolfgang Steinitz, Deutsche Volkslieder demokratischen Cha-rakters aus sechs Jahrhunderten. Band I.(= Deutsche Akademie derWissenschaften zu Berlin. Veröffentlichungen des Instituts für deut-sche Volkskunde, Band IV/ 1.) XLIV und 499 Seiten. Berlin 1954,Akademie- Verlag.
Volksliedsammlungen und Volksliedausgaben können unter ganzverschiedenen Gesichtspunkten vorgenommen werden. Neben den land-schaftlichen Sammlungen stehen seit langem schon die thematisch ge-ordneten, und haben zweifellos ihre eigene Berechtigung. Unter ihnenwird man wieder zwei Hauptgruppen unterscheiden: Die von dersystematischen Volkskunde im engeren Sinn angeregten, welche die.funktionell gebundenen Lieder behandeln, also vor allem Brauchtums-lieder Glossar ::: zum Glossareintrag lieder, und jene, die wohl eher von der Literaturgeschichte her angeregtsind und Themen im Sinn der Stoff- und Motivgeschichte behandeln.Diese zweite Hauptgruppe hat vor allem im 19. Jahrhundert wichtigeSammlungen hervorgebracht. Bis zu einem gewissen Grad gehört dieganze Literatur über das historische Lied. insbesondere über dieKriegs- und Siegeslieder der verschiedenen Staaten und Zeiten hierher.Und diese Literatur hat wohl auch sehr stark auf die Entstehung desvorliegenden Buches eingewirkt, das man von diesem Blickpunkt ausvielleicht sogar als einen negativen Ditfurth oder Erk- Böhme bezeich-nen könnte. Denn die Sammlungen des 19. Jahrhunderts trugen unleug-bar Züge, die ihre Entstehungszeit als positiv“ bezeichnet hätte, wennsie die Möglichkeit der negativen Beurteilung überhaupt ins Augegefaßt hätte. Auch die späten Nachläufer dieser Periode haben sichja noch als sehr positiv gefühlt, beispielsweise Fritz Koberg, Liederund Taten. Deutsche Volksgeschichte im deutschen Volkslied. Prag-Berlin- Leipzig 1940.
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